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Politik der kleinen Schritte: Löschteich und Gerätehaus Kleinau

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Von: Detlef Güssefeld

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Aus einem Feuerlöschteich ragt ein langes und waagerecht verlegtes Ansaugrohr aus Metall für die Wasserentnahme durch die Feuerwehr heraus.
Endlich saniert: Der Löschteich in Kleinau an der Straße nach Dessau ist endlich wieder voll funktionsfähig. Nur durch Hartnäckigkeit habe man dieses Ziel erreicht, so Ortswehrleiter Mark Salzmann. © Harry Güssefeld

Die Diskussion um die neue Decke im Kleinauer Gerätehaus hält an. Das Problem: Im Verwaltungsamt, so erfuhr es die AZ, ist von einer Sanierung der Decke phasenweise Abstand genommen worden. Während der Ortschaftsratssitzung in Kleinau hörte sich das aber ganz anders an: Bürgermeister Norman Klebe hatte keine ablehnende Haltung deutlich gemacht, nachdem Ortswehrleiter Mark Salzmann die Thematik wiederholt angesprochen hatte. Die Decke im Feuerwehr-Gerätehaus ist ein Problem in Dauerschleife.

Arendsee – Aber das ist nicht die einzige Maßnahme, die notwendig ist: Eine Absauganlage war lange gefordert worden, die aber wiederum bedarf einer stabilen Decke. Nun wird mit einer Kompressoranlage dafür gesorgt, dass die Abgase der Fahrzeuge während des Aufenthaltes der Kameraden im Gerätehaus nach draußen befördert werden. „Alles das, was wir im Ortschaftsrat festlegen, muss auch in den entsprechenden Ausschüssen diskutiert werden“, macht Kleinaus Ortsbürgermeister Sven Schottenhamel deutlich. Ansonsten könne man sich im Ortschaftsrat auch treffen, Bier trinken und nach Hause gehen. „Wir müssen die Investitionen, die notwendig sind, festschreiben lassen. Oder man lehnt sie ab“, so der Ortschef. Die Decke im Gerätehaus habe also nicht nur einen Schönheitseffekt, wenn sie erneuert wird, sondern auch den Zweck, Teile einer Absauganlage zu tragen. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe vertröstete die Anwesenden in Kleinau auf Investitionen in den Jahren 2023 oder 2024. Alles im Rahmen der Möglichkeiten, wie Klebe sagte. Fleetmarks Gerätehauspläne hätten aktuell Priorität. Auch wenn mit Sorge auf die geringen zur Verfügung stehenden Fördermittel im Land geblickt werden. Zudem würden die Baupreise nach oben schießen. Aktuell rechne man in Arendsee mit Baukosten von 1,3 Millionen Euro. Die Investition in Fleetmark wird in Kleinau positiv gesehen. Aber gleichzeitig müsse die Stadt ihre Pflichtaufgabe Feuerwehr auch wahrnehmen, wenn es um den Erhalt und die notwendige Sanierung der Gerätehäuser geht. Fazit: Wenn die Kommune an den bisherigen Strukturen festhalten wolle, müsse sie auch dafür sorgen, dass die Kameraden gute Bedingungen vorfinden, hieß es.

Die Politik der kleinen Schritte hält an: Zwischenzeitlich ist nun der Löschteich in Kleinau saniert worden. „Wenn wir das nicht ständig gefordert hätten, wäre nichts passiert“, so der Ortswehrleiter Salzmann. Mithilfe des Fördervereins der Wehr sei tatkräftig mitgeholfen worden. Dass zwei Landwirte zudem ihre Technik zur Verfügung gestellt hatten, wurde von Sven Schottenhamel besonders hervorgehoben. Die Folie sei von einer Fachfirma verlegt worden. Das habe man natürlich nicht allein machen können, so der Ortsbürgermeister. Festgestellt wurde während der Sitzung, dass die Wehr gut ausgerüstet sei. Davon habe sich der neue Stadtwehrleiter Marek Weiß ebenfalls ein Bild gemacht. Die Hoffnung auf eine Sanierung des Gerätehauses besteht bei den Kameraden weiter. „Die entsprechenden Ausschüsse müssen tätig werden. Und lauf Kommunalverfassung müssen sie sich mit den Anliegen im Ort befassen“, machte Schottenhamel deutlich.

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