Notwendiger Nachweis vor dem Übernachten

In Arendsee fehlen bislang Corona-Schnelltest-Möglichkeiten für Touristen

Corona-Schnelltests
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Corona-Schnelltests sind derzeit für viele Freizeit- und Berufsaktivitäten Voraussetzung. In Arendsee fehlt überdies ein Zentrum, um Touristen zu testen.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Die Inzidenzwerte sinken, die Anzahl der Geimpften steigt, und der Sommer steht vor der Tür. Unter den gegebenen Corona-Umständen doch eigentlich beste Voraussetzungen für eine halbwegs passable Saison in Arendsee.

Arendsee – Doch so rosarot sehen das zumindest die Betreiber der großen Einrichtungen in der Seestadt nicht. Denn nicht nur beim Internet, sondern auch bei den Schnelltestkapazitäten hakt es. Und Letzteres ist für alle akut. Wer übernachten will, muss laut aktueller Eindämmungsverordnung einen negativen Corona-Test vorlegen bzw. machen und ihn alle 48 Stunden wiederholen (nicht bei autarkem Wohnen), außer derjenige ist nachweislich voll immunisiert oder genesen.

An Testmöglichkeiten mangelt es offenbar im Luftkurort, vor allem am Wochenende. Das Werktagsangebot der Kur-Apotheke an der Bahnhofstraße richtet sich eher an Einheimische; Dutzende Touristen zu testen, dürfte die Kapazitäten schnell übersteigen.

Im Integrationsdorf sei über Pfingsten allen Gästen abgesagt worden, hieß es nun. Pikant: Die Anlage sei ausgebucht gewesen.

Der angrenzende Campingplatz der Luftkurort-Arendsee-GmbH müsste eigentlich wie eine Festung abgeriegelt werden, haben die Verantwortlichen festgestellt. Sie machen sich Gedanken.

Im Kinder-und Jugenderholungszentrum (KiEZ) ist noch gar nicht geöffnet worden; die Vorbereitungen auf einen Start Ende Juni würden aber laufen, erfuhr die AZ. Das KiEZ ist nun auf der Suche nach einem Partner für die Testerei, um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Mit der Apotheke dürfe leider nicht zusammengearbeitet werden, hieß es.

Stadtseitig herrscht zumindest Erleichterung über das Notangebot der Apotheke. Kommerzielle Testbetriebe hätten bislang einen Bogen um die Stadt gemacht, so die Aussage aus dem Rathaus. Es lohne sich erst ab 15 000 Einwohnern, sei gesagt worden.

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