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Am Ziel wartete eine kalte Dusche

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Von: Detlef Güssefeld

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Mehrere Feuerwehrmänner laufen im Rahmen einer Wohltätigkeitsveranstaltung in voller Montur an applaudierenden Zuschauern vorbei.
Die fünf Kameraden der Feuerwehr-Grenztour 2022 wurden am Strandbad auf die letzten Meter ins Integrationsdorf Arendsee geschickt. © Harry Güssefeld

Es war für die fünf Feuerwehrleute, die am Sonnabend in Arendsee ankamen, ein unvergesslicher Empfang. Die Männer erreichten im Rahmen der Feuerwehr-Grenztour 2022 die Seestadt. Als Truppe waren sie in Groß Grabenstedt (Salzwedel) in den Staffellauf eingestiegen und hatten das Integrationsdorf Arendsee als Ziel fest im Blick.

Zwei Feuerwehrmänner wechseln im Rahmen eines wohltätigen Staffellaufs Ausrüstungsgegenstände.
Wechsel in Kaulitz: Frederik Thiele (vorn) übergab an Sven Brutschler. Nach dem kräftezehrenden Lauf wartete ein üppiges Abendessen auf die Akteure. © Harry Güssefeld

Arendsee – Sinn und Zweck des Laufes, der über 1200 Kilometer entlang der einstigen innerdeutschen Grenze führte, war das Sammeln von Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Wie es hieß, haben viele der teilnehmenden Läufer Familienmitglieder, die an der heimtückischen Krankheit leiden. Das war auch Ansporn für die Jungs, an der Aktion, die ihnen alles abverlangte, teilzunehmen. Und Spenden kamen auch im Bereich Arendsee zusammen: In Kaulitz gab es Geld für die Aktion, in Arendsee sammelten die Kameraden, die die Läufer empfingen, ebenfalls Spenden ein. Schon am Strandbad hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, um den Läufern Beifall zu zollen. Laufen bei über 30 Grad in voller Ausrüstung und mit einem Atemschutzgerät auf dem Rücken, das den Staffelstab symbolisierte, das war schon wirklich großes Kino. In Arendsee ein liefen Frederik Thiele (Paderborn), Sven Brutschler (Bürstadt), Björn Beil (Paderborn), Guido Hartmann (Paderborn) und Ben Bednorz (Bischofsgrün) im Etappenziel am Harper Weg. Sie lagen sich nach dem feuchtfröhlichen Empfang durch eine Wasserdusche der Arendseer Wehr in den Armen. Inzwischen haben die Teilnehmer ihr Ziel nahe Lübeck erreicht. „Eine großartige Leistung für eine schöne Sache“, waren sich die Zuschauer an der Strecke einig. In Arendsee gab es weiteres Lob: Für das Integrationsdorf für die Bereitstellung der Unterkunft und für eine Einzelperson: Stadtwehrleiter Marek Weiß hatte die Männer nicht nur von Kaulitz nach Arendsee mit dem Einsatzleitwagen begleitet, sondern auch für ein üppiges Mahl am Abend für die Läufer und begrüßenden Arendseer Kameraden gesorgt.

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