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Passiert ist nichts

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Von: Detlef Güssefeld

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Eine halbhohe Backsteinmauer vor einer Trauerfeierhalle mit weißem Putz und rotem Dach.
Die Trauerfeierhalle in Fleetmark: Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein, doch es gibt Schäden im Mauerwerk durch aufsteigende Feuchtigkeit. © Harry Güssefeld

Die Protokolle der Fleetmarker Ratssitzungen sind zu lang. Das hört Ortsbürgermeister Jörg Kratz des Öfteren aus Arendsee. Das Problem lasse sich bereinigen, wenn Dinge auch schneller abgearbeitet werden, hieß es daraufhin aus dem Arendseer Ortsteil. Am Mittwochabend war in Fleetmark wieder Ortschaftsratssitzung. Jörg Kratz und Björn Hartmann waren allein und damit nicht beschlussfähig. Das ändert jedoch an den Problemen nichts, die bleiben.

Fleetmark – Angesichts der Hitzewelle waren auch die Löschteiche wieder Thema. Mittlerweile waren sie wieder aufgefüllt worden. Doch der Dorfteich an der Velgauer Straße wächst zu. Eine Art Biotop entsteht dort, hieß es. Wasser kann kaum noch entnommen werden. Als Löschteich bekommt das Gewässer immer mehr Probleme. Und dann ist da die Velgauer Straße: Seit Jahrzehnten wird darüber geredet, nun sind die Schäden noch schlimmer. Schwere Fahrzeuge haben dem maroden Straßenkörper weiter zugesetzt, sogar Häuser sind inzwischen in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun soll entlang dieser Straße auch noch eine neue Trinkwasserleitung gebaut werden. Zwar neben dem Straßenkörper, aber da mache sich eine neue Schwierigkeit auf: Die Breitband-Verlegung zuvor sei das Problem, weil unzureichend dokumentiert, wusste der Ortsbürgermeister. Aber auch über eher banale Dinge musste erneut gesprochen werden: Die Entsorgung der gelben Säcke im Lüge funktioniere immer noch nicht. Ein Ärgernis für Ortschaftsrat und Bürger gleichermaßen. Jörg Kratz will die Verwaltung nach Lüge zitieren. Damit sich endlich etwas bewegt. Der Entsorger bediene nicht alle Wege, das sei Fakt. Der Dreck auf den Sammelstellen und zurückgebliebene Müllreste ebenso.

Fast schon gebetsmühlenartig werde über die Trauerfeierhalle in Fleetmark gesprochen. Die Wände sind bis auf eine Höhe von 60 Zentimetern nass. Es gebe Kostenvoranschläge, die seien aber inzwischen sehr alt und überholt. Noch einmal wolle Kratz eigentlich nicht zu den Anbietern, um neue Kostenvoranschläge zu verlangen. Wenn danach kein Auftrag folgt, sei das auf Dauer ärgerlich. Von außen ist der Schaden noch nicht zu erkennen. Aber es müsse dringend etwas passieren. Und da ist schließlich noch die Straßenbeleuchtung in Fleetmark. In Zeiten der Energieeinsparung sollten in der Nacht, wie es mal war, einige Lampen abgeschaltet werden, fordern die Mandatsträger. Die Steuerung war mal ausgeschaltet worden, weil ein Schaden aufgetreten war. Seitdem ist nichts passiert. Generell sprach Jörg Kratz von einem enormen und kaum zu bewältigenden Reparaturstau. Hilfreich seien dagegen Signale aus dem Bauamt, Mitarbeiter des Wirtschaftshofes bei Bedarf auf dem „kleinen Dienstweg“ auf Dinge hinzuweisen, die schnell mal repariert werden könnten. „Unsere Protokolle sind so lang, weil vieles im Argen liegt“, zog Jörg Kratz Bilanz. Es gebe Dinge, die waren schon zu Zeiten von Bürgermeister Klaus Ahlfeld ein Thema. Und das ist schon lange her.

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