Wirtschaftsausschuss spricht sich für neue Attraktionen aus / Jugendfilmcamp zieht ins Ferienlager

Idee: Caravane im Strandbad

+
In diesem Bereich des Arendseer Strandbades könnten Plätze für Caravane entstehen. Das gegenüberliegende Ferienlager (kleines Bild) soll vom Jugendfilmcamp genutzt werden.

Arendsee. Wie kann die Luftkurort Arendsee GmbH auch nach der eigentlichen Saison, die im September endet, Geld einnehmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Arbeitsgruppe für Energie und Tourismus in den vergangenen Monaten.

Wirtschaftsausschussvorsitzender Jens Reichardt stellte eine Idee am Donnerstagabend vor. So sollen im Strandbadbereich Plätze für Caravane entstehen. Der Stadtrat ist sich sicher, dass der Seeblick viele Besucher anziehen würde, die auch im Herbst oder Winter die Ruhe genießen.

„Auf dem Campingplatz gibt es ein erhöhte Stelle. Von dort kann über die Dächer der Dauercamper auf den See geblickt werden. Wenn dieser Bereich bei Caravan-Besucher bereits beliebt ist, dann doch erst recht ein Platz im Strandbad“, begründete Jens Reichardt. Dafür müssten aber die nötigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen geschaffen werden. So geht es zum Beispiel um Strom- und Wasseranschlüsse. Die Gelder dafür müsste aber nicht unbedingt die Stadt oder die GmbH aufbringen. Möglich ist, dass sich ein privater Investor beteiligt. Dieser könnte den Bereich von der GmbH pachten. Die Caravan-Stellplätze sollen zwischen Kasse II und dem Drachenboot-Vereinsheim entstehen.

Der FKK-Bereich bleibt aber unberührt. „Dafür werde ich auch kämpfen“, betonte Stadtrat Uwe Walter am Donnerstag. Veränderungen stehen im gegenüberliegenden Ferienlager an. Dies gehört der Stadt und wurde bislang in den Sommermonaten vor allem vom städtischen Hort genutzt. Nun soll das Jugendfilmcamp dort ein Domizil bekommen. Für wie lange, ist aber unklar. Denn der Wirtschaftsausschuss hat einem vorhabenbezogenem Bebauungsplan zugestimmt. Gibt der Stadtrat auch sein Okay, kann dort gebaut werden. Nur was, wurde am Donnerstagabend im öffentlichen Teil der Sitzung des Wirtschaftsausschusses nicht gesagt. Bürgermeister Norman Klebe erklärte am Freitag auf Nachfrage, dass es sich dabei um Ferienhäuser im Blockhausstil handelt. Diese Idee ist nicht neu. In einem Konzept von 2013 wurde diese zusätzliche Einnahmemöglichkeit für die Luftkurort Arendsee GmbH vorgeschlagen. Solche Häuser gibt es in verschiedenen Größen (70 bis 120 Quadratmeter). Dementsprechend variieren die Baupreise zwischen 10 000 und 25 000 Euro.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare