Schräg hinterm Arendseer Rathaus

Idee: Alte Haltestelle zum Behindertenparkplatz umbauen

Die Fläche der ehemaligen Bushaltestelle hinter dem Arendseer Rathaus würde sich als Behindertenparkplatz – vor allem für größere Fahrzeuge – anbieten.
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Die Fläche der ehemaligen Bushaltestelle hinter dem Arendseer Rathaus würde sich als Behindertenparkplatz – vor allem für größere Fahrzeuge – anbieten. Diese Idee wurde am Dienstag im Ordnungsausschuss diskutiert.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Recht kurzfristig sei die Sache aufgekommen, entschuldigte sich Stadtrat Martin Retzlaff (Fraktion Linke) noch zu Beginn seiner Anfrage. Aber sein Anliegen eines fehlenden behindertengerechten Parkplatzes im Zentrum von Arendsee stieß trotzdem auf wohlwollende Ohren im Ordnungsausschuss am Dienstag.

Arendsee – Der ursprüngliche Impuls komme von der Behindertenbeauftragten der Stadt, Susanne Faulbaum, erklärte Stadtrat Retzlaff. Betroffene Einrichtungen müssen demnach mit ihren teils recht großen Fahrzeugen auf andere Orte ausweichen, etwa auf den Sportplatz, wo es genügend Platz für die Rampen gibt, um manche Insassen problemlos aus dem Fahrzeug zu bekommen.

Aber Orte wie der Sportplatz liegen nicht zentral in der Stadt. Martin Retzlaff brachte gleich eine im wahrsten Sinne des Wortes naheliegende Idee in den Ordnungsausschuss, der im Rathaus tagte, mit. Denn schräg hinter dem Stadtgebäude gibt es die Pflasterung einer ehemaligen Bushaltestelle, die – zumindest auf den ersten Blick – mit einigen Anpassungen in einen adäquaten und ausreichend großen Behindertenparkplatz transformiert werden könnte.

Diese Fläche schauten sich Stadträte und Verwaltung noch am selben Abend nach der Ausschusssitzung an – um sicherzugehen, über denselben Platz zu sprechen. Zweiter Pluspunkt vor Ort: Nur wenige Dutzend Meter weiter gibt es eine öffentliche Behindertentoilette.

Die Stadtverwaltung solle prüfen, was umbautechnisch möglich sei und ob es dafür Fördermittel geben könnte, wünschte sich Retzlaff.

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