1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Integrationsdorf, Stadt und Vereine bereiten sich auf Arendsees Gastgeberrolle vor

Erstellt:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Christoph Hoberg, Special-Olympics-Koordinator für Sachsen-Anhalt (v.l.), erklärte im IDA zeitliche Abläufe. Maik Grimm (WSV), Daianira Leja (IDA), Andreas Lenz (KSB) und Bürgermeister Norman Klebe hörten zu
Christoph Hoberg, Special-Olympics-Koordinator für Sachsen-Anhalt (v.l.), erklärte im IDA zeitliche Abläufe. Maik Grimm (WSV), Daianira Leja (IDA), Andreas Lenz (KSB) und Bürgermeister Norman Klebe hörten zu. © Heymann, Jens

Die Vorbereitungen auf Arendsees Gastgeberrolle im Zuge der Special Olympics World Games 2023 in Berlin intensivieren sich. Am Mittwochnachmittag gab es im frisch renovierten Kindercafé auf dem Gelände des Integrationsdorfes (IDA) eine Inforunde mit allen Involvierten und Interessierten.

Arendsee – Bis im Juni 2023 eine namentlich noch nicht bekannte Delegation aus Sportlern (geistig bzw. mehrfach behindert) und deren Betreuern im Vorfeld der Weltspiele vier Tage in Arendsee verbringt, gibt es noch eine Menge zu tun und zu organisieren. Denn die Gäste sollen nicht nur trainieren, sondern auch ein volles Programm an Gastfreundschaft genießen.

Neben IDA-Chefin Daianira Leja und Arendsees Bürgermeister Norman Klebe sahen und hörten sich auch Maik Grimm (WSV Arendsee), Andrea Greiner-Schmid (Pferde- und Freizeitparadies Ziemendorf), Andreas Lenz (Kreissportbund), Martin Retzlaff (SV Arendsee) und Susanne Faulbaum (Behindertenbeauftragte der Stadt Arendsee) die Präsentation vom Special-Olympics-Koordinator für Sachsen-Anhalt, Christoph Hoberg aus Halle, an. Die genannten Personen wollen sicherstellen, dass die Gäste die Region von ihrer besten Seite kennenlernen und neben ihrer Vorbereitung auch viel erleben können.

Dass es an manchen Stellen noch Klärungsbedarf gibt, zeigte das Treffen ebenfalls. Denn Christoph Hoberg ließ durchblicken, dass es momentan bürokratische Schwierigkeiten mit Wasseraktivitäten gebe. Was etwa Maik Grimm mit seinem Sportangebot von Drachenboot bis Stehend-Paddeln gar nicht gerne hörte.

Zur Verdeutlichung: Mitglieder der Delegation, die später in Berlin möglicherweise in einer Wassersportdisziplin antreten, dürften eventuell aus versicherungstechnischen Gründen in Arendsee nicht ins Nass. Dass die Seestadt damit eines Großteils ihrer Attraktivität beraubt wäre, ist schon jetzt allen Beteiligten klar. Aber die Sache soll noch einmal an höherer Stelle angesprochen werden, nahm Koordinator Hoberg mit auf seinen Weg zurück nach Halle.

Was ebenfalls während des Treffens im IDA deutlich wurde: Es geht um mehr, als nur vier Tage Gastgeber einer Sportlerdelegation zu sein. So sollen mit Blick auf eingeschränkte Menschen nachhaltige Strukturen in der Region geschaffen werden.

Weitere Gastgeberstädte in Sachsen-Anhalt sind beispielsweise Halberstadt, Halle, Quedlinburg und Thale, Haldensleben mit Helmstedt und dem Landkreis Börde.

Auch interessant

Kommentare