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Integrationsdorf Arendsee will schnelles Internet – und ist aktiv geworden

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Von: Jens Heymann

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Eingang zu Rezeption und Büro des Integrationsdorfes Arendsee.
Das Integrationsdorf Arendsee will selbst für schnelles Internet sorgen und hat nach Aussagen vor Ort entsprechende Schritte in die Wege geleitet. Auf aktuelle Glasfaserinitiativen soll nicht mehr gewartet werden. © Heymann, Jens

Das Integrationsdorf Arendsee (IDA) geht beim Internetausbau andere Wege. Diesen beiläufig im Wirtschaftsausschuss gefallenen Satz nahm die AZ zum Anlass, bei IDA-Verwaltungsleiterin Daianira Leja nachzufragen. Die knüppelharte Antwort: Die derzeit laufenden Bemühungen der Stadt um einen Glasfaserausbau dauern der Einrichtung ganz am Ende des Harper Wegs zu lange.

Arendsee – Nun soll ein Wettbewerber möglichst schnell mit dem Aufbau eines leistungsstarken und für die Bedürfnisse des IDA ausreichend dimensionierten Netzes beginnen. Vertreter seien bereits dort gewesen, erklärt Daianira Leja. Ziel sei es, bis Sommer alle IDA-Häuser mit Internet zu versorgen – technische Details müssten allerdings noch geklärt werden.

Netzzugänge gibt es schon auf dem Gelände: in den Seminarräumen, im Speisesaal und natürlich in den Büros. Aber der Wunsch nach schneller Anbindung an die Außenwelt auch in den Privaträumen sei groß, erklärt die IDA-Ortschefin.

Die Entscheidung für den nicht ganz billigen Eigenausbau sei bereits im vergangenen Jahr gefallen, erfuhr die AZ. Immer wieder wären die Verantwortlichen an den Punkt gekommen, dass es nicht anders geht. Die aktuellen Glasfaserinitiativen würden zu lange dauern (falls sie je realisiert werden). Außerdem ist das IDA-Areal weitläufig – mit einigen Kosten wird also ohnehin gerechnet.

Noch eine Sache zählt Daianira Leja auf: Die erfolgreiche Bewerbung als Gastgeberstadt einer Delegation der Special Olympics World Games Berlin 2023 (wir berichteten) habe zur Folge, den Gästen einen ausreichend guten Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Die Besucher seien international und dementsprechend darauf aus, einen kostengünstigen Kontakt zu ihrem Heimatland aufrechtzuerhalten. Und diesen Wunsch wolle das IDA perspektivisch sowieso allen Gästen gewähren.

(Wie es mit dem Internetausbau im Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee aussieht, lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der Altmark-Zeitung.)

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