Erhöhung: Stadtrat entscheidet heute Abend

Hundefreunde überlegen gegen Steuer vorzugehen

swz Arendsee. Die anhaltende Diskussion um das Erhöhen der Steuer für den ersten Hund von 30 auf 60 Euro schlägt in Arendsee weiter Wellen.

Mitglieder des Arendseer Hundesportvereins äußerten sich bei einer Veranstaltung am Sonnabend zu diesem Thema und sind sauer auf die Stadt.

Insbesondere Arendsees Bürgermeister Norman Klebe steht in der Kritik. Dieser hatte gegen einen Beschluss des Stadtrates, der das Ansteigen ablehnte, Widerspruch eingelegt. Hintergrund ist das beschlossene Konsolidierungskonzept. Darin sind die geplanten Mehreinnahmen bereits verankert.

„Die Hundesteuer soll entgegen des Beschlusses des Stadtrates jetzt wieder von 30 Euro auf 60 Euro im Jahr erhöht werden. Das sehen wir nicht mehr ein. Das ist doch eine Diskriminierung der Hundehalter. Warum wird nicht auch eine Pferdesteuer oder ähnliches erhoben“, empörte sich Volker Neumann. Jörg Fuchs sieht zudem ein soziales Problem. Ältere Menschen, die allein sind, haben einen Hund als Partner.

Auch Vize-Vereinsvorsitzender Falko Neumann sieht dies ähnlich. Er will im Verband erreichen, dass dieser auch gegen einen eventuellen Beschluss des Stadtrates juristisch vorgeht. Viele der Hundesportfreunde sehen sich getäuscht. Ihnen wurde bei der bislang letzten Erhöhung der Steuer vor zwei Jahren zugesichert, dass sie als eine Art Ausgleich einen Hundebadestrand am Arendsee bekommen. „Nichts ist geschehen. Dort stehen sogar Hinweisschilder, dass Hunde an der Leine zu führen sind“, so Falko Neumann. Tierfreunde werden nach seiner Erfahrung von anderen Badenden vertrieben und beschimpft. „Wir haben ja nichts Offizielles, dass wir vorlegen können“, betonte der Arendseer. Die Mitglieder sehen jetzt die Stadträte in der Pflicht. Eine Entscheidung fällt am heutigen Montag ab 19 Uhr bei einer öffentlichen Stadtratssitzung im Sanner Gemeindehaus.

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