Entwurf zur Gefahrenabwehrordnung / Betreten von Eisflächen verboten

Hunde sollen an die Leine

Das Betreten von Eisflächen in der Einheitsgemeinde Stadt Arendsee ist laut Entwurf zur neuen Gefahrenabwehrverordnung verboten. Ebenso das Befahren und Löcherschlagen. Foto: Archiv / cz

Arendsee. Im Entwurf zur neuen Gefahrenabwehrordnung der Einheitsgemeinde Stadt Arendsee wird die Anleinpflicht von Hunden explizit geregelt.

So soll es künftig untersagt sein, die Vierbeiner auf dem Seeweg um den Arendsee, auf der Friedensstraße sowie auf der Bleiche ohne Leine laufen zu lassen. Ebenso gilt die Anleinpflicht im Umkreis von 70 Metern von Schulen, Kindertagesstätten, Sport-, Spiel- und Bolzplätzen sowie bei allen öffentlichen Veranstaltungen.

Die bisherigen Bestimmungen, die nur eine allgemeine Anleinpflicht vorsehen, werden im Entwurf der Gefahrenabwehr durch den Paragrafen 3 „Tierhaltung“ ersetzt. Der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Brandschutz, Verkehr und Umwelt reichte den Entwurf an die zuständigen Behörden weiter.

In der Verordnung wird weiterhin festgelegt, dass Hunde nicht mehr unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit umherlaufen dürfen. Auch das Verunreinigen von Straßen und Anlagen mit Kot ist nicht gestattet. Halter haben eine Säuberungspflicht. Die normale Straßenreinigungspflicht bleibt davon aber unberührt, heißt es im Verordnungsentwurf. Hunde sollten zudem so gehalten werden, dass sie die Allgemeinheit nicht gefährden. Die Tiere sind von Kinderspielplätzen und Sportanlagen fernzuhalten, steht im letzten Absatz des Paragrafen. Verstöße gegen die Verordnung können mit bis zu 5 000 Euro geahndet werden.

Ein anderer Abschnitt beschäftigt sich mit Eisflächen. Darin regelt die Einheitsgemeinde, dass das Betreten und das Befahren dieser verboten sind. Auch das Löcher-ins-Eis-Schlagen sowie das Entnehmen von gefrorenem Wasser bleiben untersagt.

Im Rathaus gibt es derweil Überlegungen, Ausrüstung zum Retten von ins Eis Eingebrochenen zu beschaffen. Rund 2 800 Euro würde ein solcher Eisretter kosten. Bislang könne die Feuerwehr bei solchen Einsätzen nicht viel unternehmen.

Von Jens Heymann

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