Heiko Seifert will aber an allen anderen Arendseer Märkten festhalten

Horningfest bekommt keine neue Chance

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„Bis auf das Horningfest wird es alle Arendseer Märkte weiter geben“, hat Händler Heiko Seifert, alias Socken-Theo, entschieden. In diesem Jahr standen alle Veranstaltungen auf dem Prüfstand.

Arendsee. Das Arendseer Horningfest rechnet sich nicht mehr und fiel im vergangenen Jahr aus. Marktorganisator Heiko Seifert beklagte unter anderem, dass zu wenig Besucher kamen und diese teilweise ihre eigenen alkoholischen Getränke mitbrachten.

Er hat nun alle Märkte des Luftkurortes auf den Prüfstand gestellt. „Zu 99 Prozent werde ich das Horningfest nicht mehr organisieren“, stellte er gestern unmissverständlich klar. Doch für die anderen Veranstaltungen gibt es eine Zukunft. „Ich habe für die Wochenmärkte einen festen Stamm an Händlern, freue mich aber natürlich über weitere Verkaufsstände“, sieht der Arendseer das wöchentliche Angebot nicht gefährdet.

Etliche Einwohner nutzen den Mittwochvormittag zudem für einen Plausch vor dem Rathaus. Dies gilt auch für die Sondermärkte mit speziellen Themen. So werden 2014 zum Beispiel wieder Blumen eine Rolle spielen. Zunächst steht aber Weihnachten vor der Tür. Am Sonntag, 22. Dezember, gibt es von 10 bis 17 Uhr ein buntes Treiben. „Wer ein Geschenk sucht oder noch keinen Braten hat, kann sich wie alle anderen Interessierten natürlich umschauen“, blickt Heiko Seifert auf das Wochenende

Er schmiedet zudem Pläne für 2014. Herbst- und Weihnachtsmarkt sollen attraktiver werden. Dafür braucht er die Unterstützung der Stadt. „Ich möchte einfach, dass sich die Kindertagesstätten sowie die Schulen mehr einbringen und mit einem Programm auftreten. In anderen Orten wie Gardelegen klappt das doch auch“, weiß Heiko Seifert. Da er bei Gesprächen mit den Einrichtungen aber bisher oft Absagen erhielt und immer wieder zeitliche Probleme als Grund angegeben wurden, möchte er nun Bürgermeister Norman Klebe als Vermittler einschalten. „Die Programme werden für Elternfeste einstudiert. Dann können die Kinder auch auf dem Markt vor einem breiteren Publikum ein zweites Mal auftreten“, ist sich der Arendseer sicher. Heiko Seifert würde die Mädchen und Jungen dafür auch beschenken.

Nicht nur dieses Thema bereitet ihm Sorgen. Auch der bürokratische Aufwand ist hoch. So muss der Marktorganisator jedes Jahr wieder ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, damit er die nötigen Genehmigungen bekommt. „Das kostet alles Geld“, muss der Seestädter gut rechnen, damit die Arendseer Märkte weiter für Abwechslung sorgen.

Von Christian Ziems

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