Fahrgastschiff fährt ab Sonnabend wieder / Motor kostet 9 250 Euro

Ein holländisches Herz für eine deutsche Queen

Auch Schwimmmeister Heiko Kruk half gestern Vormittag mit, den Schiffsmotor mittels Flaschenzug in den Schiffsrumpf zu bugsieren. Foto: Güssefeld

Arendsee. Glückliche Gesichter gestern am „Queen“-Anleger in Arendsee: Um 16. 25 Uhr wurde der neue Motor gestartet. Nachdem der alte seinen Geist aufgegeben hatte, wurden die Verantwortlichen in Holland fündig (wir berichteten).

Am späten Mittwochabend war die Arendseer Abordnung aus dem niederländischen Sliedrecht zurückgekehrt. „Die Arbeit der Firma Vink Diesel war sehr professionell“, stellte Meyer fest. Und noch eines überraschte ihn: Das Unternehmen ist in Sachen Boote und Motoren offizieller Hoflieferant des niederländischen Königshofes. „Und von dort einen Motor für die Arendseer Königin zu bekommen, hat schon etwas“, so der GmbH-Chef gestern gegenüber der AZ. Der Motor schnurrte, doch das war angesichts des Probelaufes noch in den Niederlanden keine Überraschung. Der alte Motor war rund 20 Jahre im Dienst. Am 3. Oktober 1991 wurde die „Queen“ durch den damaligen Stadtdirektor Hans-Jürgen Graumann in Dienst gestellt.

Der neue Motor hat eine Leistung von 92 KW, bedeutet: Er ist genau so stark wie sein Vorgänger. Das Aggregat kostete insgesamt 9250 Euro. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass der alte Motor nicht in Zahlung genommen werden kann, weil er nicht mehr aufzuarbeiten war (wir berichteten). Wie Michael Meyer aber erklärte, hatte die niederländische Firma das Aggregat dennoch angenommen – so dass der Stadt Arendsee rund 2800 Euro zusätzliche Kosten erspart blieben.

Die „Königliche“ kann bereits ab dem morgigen Sonnabend wieder Fahrten auf dem Arendsee unternehmen, versprach Michael Meyer gestern Abend. Rund 75 Minuten braucht sie für ihre große Runde. Und: Geheiratet werden kann an Deck ebenfalls. Infos dazu gibt es unter: Tel. (03 93 84) 2 71 64.

Von Harry Güssefeld

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