Rademiner wollen mit ihrer maroden Dorfstraße nicht vergessen werden

Hoffen auf einen baulichen Vorstoß vom Altmarkkreis

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Große Lkw machen der Ortsdurchfahrt von Rademin besonders zu schaffen. Die Steine sind den Belastungen schon lange nicht mehr gewachsen, platzen ab und werden zu Wurfgeschossen.

Rademin. „Im Dezember gibt es ein Gespräch“, hofft Rademins Ortsbürgermeister Eckhard Kamieth auf Bewegung in Sachen Dorfstraße. Dort fliegen den Einwohnern die Steine um die Ohren. Denn die marode Fahrbahn lockert sich. Sie kann den Belastungen nicht standhalten.

Zum Teil rumpeln schwer beladene Lkw über das Pflaster. Die Folge: Die Steine drehen sich, spitzen brechen ab und landen im günstigsten Fall nur in der Gosse. Anwohner wie Eckhard Kamieth haben inzwischen schon kleine Steinelager in ihren Gärten. Dabei handelt es sich um Teile der Straße, die sie aufsammeln. Die Bruchstücke können zur Gefahr werden. So wurde ein Schaufenster beschädigt.

Menschen kamen bislang immer unverletzt davon. Das Problem besteht seit Jahren, die Hoffnung schwindet nicht. Auch darum nicht, weil der Altmarkkreis bewiesen hat, dass sich etwas ändern lässt. Der Kurvenbereich in Richtung Ladekath ist, auf einer Länge von etwa 200 Metern auf Vordermann gebracht worden. Seit 2016 hat sich aber auch nicht mehr viel getan. Außer der Aussage, dass es am Geld mangelt und die restliche Fahrbahn von der Kurve bis zur Kirche am Ortsaugang Richtung nicht saniert werden kann. Die Anwohner warten weiter auf Bitumen und müssen mit den alten Steinen, Vibrationen und Lärm leben. Letzteres ist vor allem zu hören, wenn leere Lkw über die Steine rattern.

Was fehlt, ist ein Vorstoß des Kreises, die Sache weiter anzugehen. Die aktuelle Prioritätenliste für den Straßenbau 2018, die gestern Abend beim Kreis erstmals beraten wurde, dürfte den Rademinern nicht gefallen. Denn für das nächste Jahr ist ein Ausbau nicht aufgeführt. Hinzu kommt, dass s sich die Stadt im Gossenbereich finanziell beteiligen müsste. Doch die Kasse der Einheitsgemeinde ist leer. Geduld scheint also auch weiterhin gefragt.

Von Christian Ziems

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