Ordnungsappell an das Dorf

Höwischer Rat mahnt zu Sauberkeit und Respekt voreinander

Das Herbstlaub soll in die großen Säcke.
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Das Herbstlaub soll in die großen Säcke.

Höwisch – Im kleinen Arendseer Ortsteil Höwisch soll wieder mehr Ordnung einziehen. Darauf will der Ortschaftsrat die Einwohner hinweisen und hat einen schriftlichen Appell an alle Haushalte verteilt.

Gleich vier Punkte zählt Ortschef Frank Schumann in dem Schriftstück auf, die verbesserungswürdig seien. „Insbesondere an die nicht vor Ort wohnenden Grundstückseigentümer richten wir die Bitte, doch nicht immer erst die letzte Mahnung des Ordnungsamtes abzuwarten, um ihrer Reinigungspflicht nachzukommen. Eine Alternative zum Wohle aller wäre beispielsweise die Übertragung an einen Hausmeister- oder Dienstleistungsservice vor Ort oder die Absprache mit einem guten Nachbarn“, heißt es im Appell. Es könnte sich so manche nachbarschaftliche Gegenleistung zu beiderseitigem Vorteil finden, steht dort außerdem.

Der nächste Punkt sind die Big-Bags für das Herbstlaub. Dieses fällt nun von den Bäumen, was den besonderen Einsatz der Grundstückseigentümer erfordert. Das Laub der Straßenbäume kann dabei in einen der drei großen Säcke, die verteilt im Ort hängen, entsorgt werden. Ist ein solcher Sack einmal voll, könne er nach entsprechender Info schnell durch das städtische Bauamt abgeholt werden. Ein Service, der übrigens in anderen Kommunen, etwa in Salzwedel, immer wieder vehement gefordert wird.

Eines sollen die Höwischer aber noch erledigen: die jungen Austriebe der Linden vor ihren Haustüren entfernen.

Ein weniger appetitlicher Aspekt – während der Präsentation im Ortschaftsrat auch durch ein passendes Foto dokumentiert – betrifft das Thema Hundekot auf Straßen und Gehwegen. Ortsbürgermeister Frank Schumann weiß von rund 20 Hunden im Dorf. Trotz dieser handlichen Zahl nehme die Häufigkeit von stinkenden Tretminen in der Öffentlichkeit zu, wird auch im schriftlichen Appell moniert. Hundetoiletten werde es aus finanziellen Gründen nicht geben, wobei auch ganz offen bezweifelt wird, ob jeder Hundebesitzer diese Möglichkeit der Kotbeseitigung nutzen würde.

Der Höwischer Ortschaftsrat hat sich zu allerletzt einem speziellen Thema angenommen. Nämlich der Belästigung durch Drohnen. Dies soll dennoch nicht das erste Mal zur Sprache gekommen sein. „Mehrfach seien Drohnenflüge an unterschiedlichen Tagen, insbesondere in den Abendstunden, manchmal aber auch in der Mittagszeit aufgefallen. Zurecht fühlten sich Einwohner davon belästigt. In Wohngebieten sind Drohnenflüge grundsätzlich verboten“, ermahnt der Rat die Einwohner. Diese sollen daher die Privatsphäre anderer achten und von unerlaubten Film- und Fotoaufnahmen absehen. Die Ortspolitiker wünschen sich im Gegenzug keine Selbstjustiz: Wer sich von Drohnen gestört fühlt, soll die Polizei rufen. VON JENS HEYMANN

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