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Höwisch plant trotz Corona-Pandemie Aktivitäten im Ort

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Von: Detlef Güssefeld

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Pavillon
Der Pavillon auf dem Spielplatz soll mit einer Steckdose versehen werden, um eine Stromversorgung zu garantieren. Bislang hat die Familie Rippl ausgeholfen. © Privat

Die Hände in den Schoß zu legen, weil die Regelungen zur Corona-Pandemie so unberechenbar wie das Wetter sind, das wollen die Höwischer nicht. Auch wenn die Probleme, die der Ortschaftsrat derzeit benennt, klein erscheinen. Doch die Ratsmitglieder um ihren Bürgermeister Frank Schumann wollen keinen Stillstand.

Höwisch. Am vergangenen Donnerstag, 13. Januar, unterstrichen sie wiederholt, dass an den geplanten Aktivitäten für 2022 festgehalten wird. Unter anderem an der Beteiligung der Höwischer an der 700-Jahrfeier in Leppin, wenn die Signale aus Leppin dafür auf Grün stehen.

Aber erst einmal wird es am kommenden Sonnabend auf dem Spielplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus wieder festlich. Denn die Weihnachtsbäume sollen verbrannt werden. Ab 13 Uhr werden die Tannen im Ort eingesammelt, hieß es. Und ab 18 Uhr wird es das Feuer geben.

Übrigens: Jeder, der eine Tanne spendet, bekommt ein Freigetränk. Doch auch darüber hinaus wird an weiteren Terminen gearbeitet. Ob der Frauentag am 12. März gefeiert werden kann, ist aber noch ebenso offen wie das geplante Eiertrudeln am 16. April. Auch an den Kindertag wurde gedacht. Der soll am 4. Juni auf dem Spielplatz begangen werden.

Dieser Spielplatz ist zwar schon schön, wie es heißt. Mit dem Pavillon und der Feuerstelle, die auch als Weihnachtsbaumplatz genutzt wird, sei schon viel erreicht, so der Ortschaftsrat. Nun soll es auch einen Holzbungalow anstatt eines Containers für den abgerissenen Schuppen geben (wir berichteten).

Der Bungalow ist geplant und wird, so hieß es, auch aufgebaut werden. Was aber fehlt, ist Strom für den Platz. Eine Außensteckdose am Dorfgemeinschaftshaus könne es nicht geben, hatte Schumann auch das Bauamt zitiert. Dann müsste eine Leitung über den Platz gelegt werden, und das könne auf einem Spielplatz nicht die Lösung sein.

Eine Stromabnahme an der Straßenlampe hin zu einem Verteiler (Kostenpunkt 400 bis 600 Euro) wurde ebenfalls verworfen. Nun wird es Strom aus dem Gerätehaus geben. Mit einer Außensteckdose am Pavillon. Abgeschlossen, um Diebstahl zu verhindern. Das soll nun umgesetzt werden. Und dann fehlen noch Bäume. Die werden auch noch gepflanzt, um dem Spielplatz das Aussehen zu geben, das er letztlich haben soll.

Die Bushaltestelle könnte mit Lärchenholz und Plexiglas versehen werden. Um sie als Schutzhütte bei schlechtem Wetter nutzen zu können, aber auch, um das Dorfbild schöner zu machen.

Zum Stadthaushalt gab es Informationen. Dass Arendsee derzeit an einem Etatentwurf mit rund 550.000 Euro Defizit laboriert, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Höwisch wieder mit 700 Euro für dörfliches Leben und Seniorenbetreuung rechnen kann. Der Besuch bei fünf runden Geburtstagen ist somit auch gesichert. Ehejubiläen stehen in diesem Jahr nicht an.

Kritik gab es an dem Vorwurf eines Höwischers, der sich im Dezember darüber ärgerte, dass zu der kleinen Senioren-Zusammenkunft vor Weihnachten nicht eingeladen wurde. Der Rat verwies auf Hinweise an der Infotafel und einer Notiz im Internet. Man müsse sich auch kümmern. In Zeiten der Digitalisierung heiße es „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“, so Schumann. Und wer mit dem Internet nichts am Hut habe, könne auch mal auf die Infotafel schauen. Das sei nicht zu viel verlangt, machte der Ortsbürgermeister deutlich.

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