Reit- und Fahrverein Thielbeer veranstaltet Hubertusjagd

Hoch zu Ross durch frische Winterluft

25 Reiter und neun Kutschen waren zur Begrüßung in Thielbeer angetreten, um mit der Hubertusjagd die Freiluftsaison ausklingen zu lassen. Fotos (3): Schwarz
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25 Reiter und neun Kutschen waren zur Begrüßung in Thielbeer angetreten, um mit der Hubertusjagd die Freiluftsaison ausklingen zu lassen.

swz Thielbeer. Bereits seit 1953 treffen sich die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins „Ferdinand von Schill“ Thielbeer sowie Reiter befreundeter Vereine zum Ausklang der Freiluftsaison zur Hubertusjagd auf dem Vereinsgelände.

„Diese Tradition ist vielleicht noch älter. Damals waren wir noch in Neulingen, bevor wir dann hierher nach Thielbeer umgezogen sind“, berichtete der Vorsitzende des Vereins, Axel Tiemann, bei der Begrüßung der 25 Reiter und neun Kutschen.

In Verpflegungskörben wurden heiße Getränke transportiert.

Seitdem nehmen oft ganze Familien an diesem Reitsporthöhepunkt teil. So war unter anderem auch Katrin Franke mit ihrem elfjährigen Sohn Christof und der neunjährigen Tochter Anna Maria beim Ausritt dabei. „Die Kinder wechseln sich auf halber Strecke ab, da wir nur ein Pony haben“, erklärte sie lächelnd. Vater Erfried Franke kontrollierte unterdessen alle Teilnehmer auf die traditionellen Werkzeuge wie Taschenmesser und Schnur sowie etwas Zucker.

Auch die vielen Kutschen waren sehenswert. So der Haflinger-Vierspänner von Walter Heuer, der bereits seit vielen Jahren an dem Ausritt teilnimmt. Antje Busse hatte sich nicht nur ihre Bekannte Cindy Schulze zur Ausfahrt eingeladen, auch der Hund Dana musste mit, ebenso wie Stute Gina mit ihrem einjährigen Fohlen Gino.

Von den Kutschen hatten die Begleiter eine gute Möglichkeit, um die Sprünge der Reiter fachkundig zu begutachten.

Zu einer guten Kutschfahrt gehörte bei dem kalten Wetter auch die richtige Verpflegung. So gab es auf vielen Kutschen einen großen Picknickkorb mit vielen wärmenden Getränken. Doch der Korb wurde gar nicht benötigt, denn auf der Hälfte der etwa 20 Kilometer langen Strecke wurde eine ausgiebige Rast eingelegt. „Eigentlich ist das kühle Wetter für den Ausritt gar nicht so schlecht, man muss sich nur in den Pausen warmhalten“, betonten die Reiter.

Damit die Veranstaltung reibungslos vonstatten ging, wurden Christof Albrecht, Asmus Roth und Hans-Jürgen Bethge als Master berufen. Sie bildeten das Jagdgericht und bestraften alle Reiter, die sich nicht an die von Axel Tiemann vor dem Ausritt noch einmal bekanntgegebenen Regeln hielten. Bereits zuvor hatten mehrere fleißige Helfer des Vereins 21 Sprünge an den unterschiedlichsten Orten für die Reiter aufgebaut. Den Abschluss bildete wie in jedem Jahr ein Feuersprung. Am frühen Nachmittag waren alle Reiter wieder gesund und wohlbehalten zurück.

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