Arendseer bekommt Unterstützung vom Tierheim in Gardelegen

Hilfe für Tierfreund und wilde Katzen in Arendsee

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Detlef Kracht erhielt Unterstützung von Tierheim-Chefin Carmen Koch in seinem Einsatz für Katzen.

Arendsee – „Durch die Fütterung von Urlaubern, aber vielleicht auch von Anwohnern entwickelt sich hier bei uns in der Lüchower Straße die Katzenpopulation stark.

Derzeit sind es zwölf Katzen, die wir hier bei uns betreuen, davon haben wir schon vier Tiere auf eigene Rechnung kastrieren lassen“, erzählt der Arendseer Tierfreund Detlef Kracht. Er bekam gestern Besuch von der Leiterin des Gardelegener Tierheims Carmen Koch. Kracht hatte zuvor mit dem Ordnungsamt der Stadt gesprochen und um Hilfe für die Tiere gebeten.

Da Arendsee einen Fundtierkostenpauschalvertrag mit dem Gardelegener Tierheim hat, fand sich die Gardelegener Einrichtung kurzfristig zur Hilfe bereit. Carmen Koch erzählt: „Katzen bekommen im Jahr durchschnittlich zweimal Nachwuchs mit drei bis vier Jungen. Diese werden noch in ihrem ersten Lebensjahr ebenfalls geschlechtsreif.“ So würden es unkontrolliert immer mehr Tiere, die im Stadtgebiet leben. Detlef Kracht gibt bis zu fünfzig Euro in der Woche allein für Tierfutter aus, sieht sich jedoch bei der Kastration der Tiere finanziell überfordert. Daher soll auf seinem Grundstück in Abstimmung mit dem Tierheim eine zentrale Futterstelle eingerichtet werden, an der die wilden Tiere ihr Futter erhalten können. Ziel ist es, die noch nicht kastrierten Tiere hier einzufangen und dann beim Tierarzt in Seehausen auf Rechnung des Tierheimes kastrieren zu lassen. Dazu übergab Carmen Koch dem Tierfreund sechs Katzenfallen sowie als Hilfe für die Fütterung einen Korb mit Tiernahrung. „Ich bin sehr froh und glücklich über die Hilfe aus Gardelegen“, freute sich Detlef Kracht. Eine unkontrollierte Vermehrung der Katzen schade zudem der Vogelwelt, fördere die Übertragung von Krankheiten auch auf Menschen – nicht zuletzt durch den Kot, den die Katzen in Sandkästen oder anderswo hinterlassen. Kracht hofft, dass die Tiere nicht mehr von Fremden gefüttert werden. Mittels Infoblätter sollen die Nachbarn informiert werden. Die Tierheimleiterin dankte für jede Unterstützung – würde es aber auch begrüßen, wenn die Hilfe der Kommunen noch intensiviert würden.

VON ECKEHARD SCHWARZ

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