Das Herz der Prärie schlägt in Cody

Freunde seit vielen Jahren: Buffalo Bill (l.) begrüßte Horst Agaciak aus dem Wendland, der mit Geschenken nach Cody kam.

Bretsch. Mit einer Gedenkminute für den jüngst verstorbenen Franz Wallisch, der im Verein „Wilder Westen Bretsch“ den Pfarrer darstellte, begann das Westerntreffen in Bretsch. „Wir werden den verstorbenen Mitgliedern unseres Vereins in Cody einen würdigen Platz einräumen“, kündigte der Chef des Vereins, Buffalo Bill alias Erwin Giggel, gegenüber der Altmark-Zeitung an.

Cody, die kleine Westernstadt am Rande der Ortschaft Bretsch, ist eine Hommage an den Wilden Westen vor 150 Jahren in Nordamerika. Und die vielen Gäste, die am Wochenende aus ganz Deutschland nach Cody gekommen waren, demonstrierten einmal mehr die Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer – und nach dem einfachen Leben damals in der Prärie. Das Leben spielte sich meist im Saloon ab. Wie auch am Sonnabend. Geselligkeit war angesagt, auch wenn vor allem Hogan aus Leipzig für Stress sorgte. Er scheute nicht davor zurück, die Waffe zu ziehen – doch schließlich wurde er selbst überwältigt.

Cody ist gewachsen, schöner geworden. Die kleine Stadt am Little Big Horn mit der kleinen Kirche auf dem Booth Hill hat Gesicht mit Liebe zum Detail. Wer Freund des Wilden Westens ist, der muss sie lieben.

Lu-Gun aus Berlin sowie der Bürgermeister Codys hatten die Regie für die kleinen Show-Acts übernommen, weil Buffalo Bill die Bandscheiben Sorgen machten. Schön anzusehen waren die Kleider der Damen, vor allem die Südstaatengarderobe. Sie wurde auch zum Kauf angeboten – eine Investition für viele Jahre. Cody hatte dem Regen getrotzt, auch wenn es schade war. Aber vielleicht waren es die Tränen für Franz Wallisch.

Von Harry Güssefeld

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