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Ein Herz für Katzen: Es werden immer mehr

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Detlev Kracht beobachtet die Situation. Und befürchtet, dass es immer mehr Katzen geben wird.
Detlev Kracht beobachtet die Situation. Und befürchtet, dass es immer mehr Katzen geben wird. © Güssefeld

Arendsee. Es begann vor eineinhalb Jahren, erzählt Detlev Kracht, der an der Lüchower Straße in Arendsee wohnt. Damals kam eine Katze mit ihren drei Jungen auf das Grundstück des Arendseers. Er nahm sie, und ließ sie auf eigene Kosten kastrieren.

Aber damit war es nicht genug. Inzwischen sind es wieder zwei Katzen, die mit vier bzw. fünf Katzenkindern bei Detlev Kracht aufkreuzen.

Im Bungalowgebiet leben sie, die namen- und herrenlosen Katzen. Zwei Katzen mit vier bzw. fünf Nachkömmlingen. Und es werden immer mehr, wenn nichts passiert. Detlev Kracht kümmert sich, beim Tierheim und bei der Stadt fühlt er sich nicht verstanden.
Im Bungalowgebiet leben sie, die namen- und herrenlosen Katzen. Zwei Katzen mit vier bzw. fünf Nachkömmlingen. Und es werden immer mehr, wenn nichts passiert. Detlev Kracht kümmert sich, beim Tierheim und bei der Stadt fühlt er sich nicht verstanden. © Güssefeld

„Sie halten sich auf teilweise verwilderten Nachbargrundstücken auf“, schildert der Arendseer, der sich immer wieder bemüht hat, die Tiere in eine Obhut zu geben. „Im Tierheim Hoyersburg hieß es, wir nehmen keine Katzen aus Arendsee“, erzählt er. Und im Ordnungsamt Arendsee fühlt er sich auch nicht richtig verstanden. Der einzige Hinweis: „Sie dürfen die Katzen nicht füttern. “ „Nun gut, wenn sich aber niemand findet, und die Tiere weiter dort leben müssen, dann kann es doch nicht falsch sein, sich zu kümmern“, sagt Detlev Kracht.

Er bekommt viele Kommentare angesichts seines Handelns. „Viele raten mir, den Spaten zu nehmen und die Tiere zu töten“, erzählt er. Andere wiederum raten ihm, die Tiere mit dem Auto an eine andere Stelle zu fahren, wo sie weitab seines Grundstückes sind. „Die Tipps kann ich aber nicht ernst nehmen“, heiß es.

Der Arendseer steht am Zaun und ruft – schnell kommen die Tiere vom Nachbargrundstück auf den Weg, der die Grundstücke trennt. Was er sich wünschen würde, fragt die AZ. „Ich wünsche mir, dass man die Tiere einfängt und kastriert. Man kann nur ahnen, wie viele Tiere es in absehbarer Zeit sind“, blickt der Arendseer in die nahe Zukunft, „oder es kommen Leute, die eine Katze haben wollen. Das wäre auch ok.“

Von Harry Güssefeld

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