Eine große Geste vom blau-weißen Bundesligisten

Hertha BSC schenkt Arendseer Schule Trikot und lädt Schüler ein

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Das Original-Trikot kam per Paket aus Berlin.

Arendsee – Große Freude in der Theodor-Fontane-Schule, in der seit Wochen an der Trikot-Tabelle der Bundesliga gearbeitet wird. Wie berichtet, hatten Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerschaft die Idee, die aktuelle Bundesligatabelle auf dem Schulflur zu etablieren.

Der Clou: Alle Mannschaften sollten durch ihre Spieler-Trikots vertreten sein. „Ich weiß, dass es schwer ist. Aber wir haben es uns zum Ziel gesetzt, es Stück für Stück umzusetzen“, so Thomas Schlicke, Schulleiter der Bildungsstätte.

Einem Aufruf, Trikots beizutragen, folgten viele Einzelpersonen. Solche Trikots wie Bayern und Dortmund waren schnell gefunden. Keine Frage, Top-Klubs haben auch viele Anhänger. Und diese wiederum haben so manche Trikots in ihren Schränken.

Diese E-Mail erreichte den Schulleiter Thomas Schlicke. Im Mai wollen die Arendseer nach Berlin reisen.

Eine Überraschung gab es dann noch. Nachdem die Schüler der neunten Klasse Briefe an verschiedene Klubs geschickt und um Unterstützung für ein Projekt gebeten hatten, meldete sich Hertha BSC aus der Hauptstadt. In einem Schreiben sprach der Vertreter der blau-weißen Traditionsmannschaft von einer „großen Freude“ über das Projekt. Gleichzeitig schickte Hertha ein Paket an die Arendseer.

Inhalt: das neue, aktuelle Trikot. Aber das war noch nicht alles: Hertha hat zudem den Schülerinnen und Schülern der 9b angeboten, ein Spiel von Hertha im Berliner Olympiastation live zu erleben. Die Schule solle die Anzahl der Interessenten melden. „Eine großartige Geschichte. Natürlich nehmen wir das Angebot dankend an und werden, so haben wir entschieden, am 9. Mai zum Spiel Hertha gegen Leverkusen nach Berlin reisen“, erklärte Schlicke.

Inzwischen ist die Trikot-Wand fast komplett. Es fehlen noch Augsburg und Mainz, wie die AZ erfuhr. Das Trikot von Düsseldorf hatte der Chef des SV Arendsee, Martin Retzlaff, beigesteuert. Übrigens: Der FC Augsburg hatte auf das Schreiben der Arendseer geantwortet, nicht in der Lage zu sein, zu helfen. Weil man in so viele soziale Projekte investiere. „Wir suchen weiter, es wird bald alles komplett sein“, hofft Thomas Schlicke weiter.

VON HARRY GÜSSEFELD

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