Theorie und Praxis vereint

Heizhaus der Arendseer Fontane-Schule könnte zur Lehrwerkstatt werden

Das alte Heizhaus auf dem Gelände der Arendseer Fontane-Schule.
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Das alte Heizhaus auf dem Gelände der Arendseer Fontane-Schule ist seit vielen Jahren ungenutzt. Ein neuer Vorstoß könnte daraus eine Lehrwerkstatt machen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Die Projektskizze ist 13 Seiten lang, die Idee schon viel älter: Thomas Schlicke, Direktor der Arendseer Fontane-Schule, will im alten Heizhaus eine Lehrwerkstatt einrichten. Vom Kreisbildungsausschuss erhielt er dafür am Montag wohlwollendes Nicken, wenngleich noch nichts Konkretes festgelegt wurde.

Arendsee – Der Großteil des Gebäudes auf dem Schulgelände in Arendsee wird nicht mehr genutzt – das erklärte Schlicke im Ausschuss und hat es auch in die Projektunterlagen geschrieben. Der Leerstand könnte aber auch eine Chance für eine neue Nutzung sein – eine Idee, die schon seit vielen Jahren in Arendsee diskutiert wird, mit dem Vorstoß von Thomas Schlicke jedoch einen neuen Schub erhält.

Gemäß dem seit rund einem Jahr in der Fontane-Schule verfolgten Ganztagsschulkonzept sollen Unterricht und Praxis besser miteinander verzahnt werden. Eine Lehrwerkstatt könnte also Schüler mit Unternehmen zusammenbringen, um „die künftigen Schulabgänger frühzeitig mit beruflichen Angeboten zu konfrontieren und sie damit auch langfristig an unsere Region zu binden“, schreibt Schulleiter Schlicke. Am vielfach beschworenen Fachkräftemangel soll also frühzeitig angesetzt werden.

„Die Lehrwerkstatt soll sowohl für die Umsetzung praxisnaher Unterrichtsinhalte im Rahmen des Fachunterrichtes genutzt werden als auch für die praxisnahe Berufsvorbereitung in Zusammenarbeit mit Firmen und Handwerksbetrieben“, heißt es weiter im Konzept. Eine pädagogische Mitarbeiterin soll dabei das Bindeglied zwischen Schule und Handwerksbetrieben sein. Schlicke präzisiert die Idee noch weiter: Es sollen auf kurzen Fertigungsstrecken Produkte entstehen, die im Idealfall vom Partnerbetrieb weiterverwendet werden könnten. Dies könnte ab dem Schuljahr 2024 / 25 soweit sein.

Die Voraussetzungen für eine Lehrwerkstatt erscheinen in Arendsee recht günstig. Das Heizhaus ist in öffentlicher Hand, bedarf aber offensichtlich einer gründlichen Sanierung. Schulleiter Schlicke hat in einer Vorab-Kalkulation einen Aufwand von rund 350 000 Euro errechnet. Über Eigenleistungen, Sponsoren und Fördermittel könnten die Kosten für den Altmarkkreis gedrückt werden, hieß es weiter.

Innerhalb der Kreisverwaltung sind die zuständigen Mitarbeiter damit noch vorsichtiger. Wie teuer das Projekt werden würde, wisse niemand. Der Sinn einer Lehrwerkstatt sei aber nicht von der Hand zu weisen.

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