Brand verhindert

Heimleiter in Arendsee schlägt Alarm: Schulkinder halten sich in verlassenen Wohnblöcken auf 

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Die Wohnblöcke in Arendsee stehen teilweise leer – und werden zu Spielplätzen für Schüler der benachbarten Schule.

Arendsee – In einem Brief an Bürgermeister Norman Klebe hat Ronald Krüger in seiner Funktion als Heimleiter der Kindereinrichtungen in Zühlen und Thielbeer darauf hingewiesen, dass die Stadt ihrer Sicherungspflicht an den verlassenen Blöcken Ackerstraße und Dessauer Worth nicht nachkommt.

Die Blöcke, so Krüger, seien dem Verfall preisgegeben – aber es ist inzwischen bekannt, dass sich Jugendliche aus Arendsee und den beiden Einrichtungen in den Blöcken aufhalten. „Am 22. März konnte ein Brand verhindert werden“, so Ronald Krüger. Die Hinweise auf das Feuer kamen von Lehrern der Sekundarschule. Mitarbeiter der Heime hatten Jugendliche beim Errichten eines offenen Feuers im Wohnblock „ertappt und Schlimmeres verhindert“, hieß es in dem Schreiben. .

Ronald Krüger habe seine Kinder auf die Gefahren aufmerksam gemacht, verwies aber darauf, dass „man eine Wiederholung nicht ausschließen“ könne. „Ich möchte sie darum bitten, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, den Besitzer der Wohnhäuser auf seine Sicherungspflicht hinzuweisen, damit Schlimmeres verhindert wird“, so Krüger in seinem Brief an das Rathaus weiter.

In einem Gespräch mit der AZ unterstrich Krüger gestern, dass die Blöcke inzwischen nicht nur ein Schandfleck, sondern eben auch ein Anziehungspunkt für Jugendliche und scheinbar auch Menschen sind, die zwischenzeitlich keine Wohnung haben. Das sei aus Gesprächen heraus mit Jugendlichen bekannt geworden.

Krüger hatte den Brief an Norman Klebe geschrieben, nachdem er ihn bereits mündlich zur Situation informiert hatte. Der Stadt sind die Hände gebunden – der Besitzer hat bislang nicht signalisiert, die unansehnlichen Blöcke abzureißen.

VON HARRY GÜSSEFELD

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