Geballte Fleetmarker Geschichte

Heimatforscher Schulz hat zweite Auflage der Ortschronik fertiggestellt

Heimatforscher Friedrich-Wilhelm Schulz (l.) und Thomas Meyer vom Fleetmarker Gewerbeverein stellen die zweite Auflage der Ortschronik vor.
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Heimatforscher Friedrich-Wilhelm Schulz (l.) und Thomas Meyer vom Fleetmarker Gewerbeverein stellen die zweite Auflage der Ortschronik vor. Diese ist überarbeitet worden und beinhaltet rund einhundert zusätzliche Seiten.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Eigentlich sollte die Fleetmarker Ortschronik von Heimatforscher Friedrich-Wilhelm Schulz bereits im vergangenen Jahr während des 30. Gewerbefestes präsentiert werden. Doch Corona kam dazwischen – das große Dorffest fiel aus, und die Chronik bekam keine repräsentative Bühne.

Fleetmark – Daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Wieder kein Gewerbefest, wieder aufgrund der Pandemie. Thomas Meyer vom organisierenden Gewerbeverein hofft nun auf den Mai 2022 für die nächste Auflage.

Die Chronik von Friedrich-Wilhelm Schulz soll so lange nicht mehr warten. Mittlerweile gibt es eine zweite, umfangreichere Auflage. Die erste Ausgabe (75 Stück) ist vergriffen; das rund 500 Seiten starke Werk kann jedoch über Thomas Meyer geordert werden.

„Die Arbeit von mehreren Jahren“ stecke in dem Buch, sagt Chronist Schulz. Es deckt knapp 700 Jahre Ortsgeschichte ab – von der ersten urkundlichen Erwähnung von Kallehne und Velgau (zwei alte Adelsgeschlechter) bis zu jüngsten Ereignissen wie 60 Jahre neue Schule, 130 Jahre Feuerwehr und natürlich 80 Jahre Fleetmark (durch den Zusammenschluss beider Orte).

Für einige dieser Anlässe hatte Friedrich-Wilhelm Schulz in den zurückliegenden Jahren bereits Chroniken erstellt. Bei einem Vortrag für die Volkssolidarität sei dem 69-Jährigen dann der Gedanke gekommen, doch mal alles zusammenzufassen. So kam es schließlich zur ersten Auflage und aufgrund anhaltender Nachfrage auch aus anderen Dörfern zu besagter zweiter Edition.

Für seine Arbeit konnte der Fleetmarker auf viel zugereichtes Material zurückgreifen. Eine gute Zusammenarbeit pflege er außerdem mit dem Salzwedeler Stadtarchiv.

Entsprechend vielfältig sind die behandelten Themen. Alte Gebäude, frühere Funktionsträger, Besatzung, Vereine usw. gehören zum Umfang. Manch früherer Zeitgenosse berichtet zudem ausführlich über die damalige Zeit, so etwa Friedrich Wilhelm Thiemann. In der Chronik steht auch etwas über das Gebäude, wo Thomas Meyer heutzutage seinen Arbeitsplatz hat – die ehemalige Gaststätte Martha Lemme.

Dennoch gebe es noch Lücken, verweist Friedrich-Wilhelm Schulz auf den alten Gesangsverein. Zudem seien viele Unterlagen 1945 vernichtet worden. Der Fleetmarker bedauert, dass mit der Chronik fünfzig Jahre zu spät begonnen wurde – so fehlen mittlerweile die Zeitzeugen.

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