/ Stadthaus oder Miete?

Diskussion über den Jugendklub: „Haus des Gastes“ – oder doch „Cafégarten“

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Der Besitzer des „Cafégartens“ stellt seine Immobilie gern für einen Jugendklub zur Verfügung, wenn die Stadt es will – .....

Arendsee. Der Jugendklub soll von der Osterburger Straße in das „Haus des Gastes“ ziehen. So favorisiert es die Verwaltung (wir berichteten). Bekannt ist, dass der Sozialausschuss des Stadtrates darüber noch befinden soll.

Darauf hatte Arendsees Bürgermeister Norman Klebe hingewiesen, doch nichts darüber verlauten lassen, dass dessen Ausschussvorsitzender Thomas Schlicke mit dem Umzug ins „Haus des Gastes“ nicht einverstanden ist.

....doch die Verwaltung favorisiert das „Haus des Gastes“, in dem keine Mietkosten anfallen würden.

Auf Nachfrage der AZ erklärte Schlicke, dass ihm „auffällt, dass der Bürgermeister sein Versprechen, tatsächlich etwas für die Jugend zu tun, nicht einhält“. „Seit der Installation des Clubs musste er ständig umziehen, und befindet sich derzeit an einem Ort, wo es eigentlich gar nicht geht“, so Schlicke. Die Wohnung an der Osterburger Straße sei mehr als eine Notlösung, um nicht zu sagen, eine Zumutung. Nun solle er wieder umziehen und dann ins „Haus des Gastes“. „Unser Ausschuss muss sich darüber im Klaren werden, ob er das wirklich will“, sagte Schlicke. Es seien nicht nur die beengten Räumlichkeiten, wenn es um das ehemalige Büro des Tourismusvereins und das Büro der Stadtbibliothek geht, das vermutlich auch freigeräumt und in die Bibliothek selbst integriert werden soll. „Wohin sollen denn die Kinder und Jugendlichen, wenn sie raus wollen? Auf den Hof, der jetzt als Parkplatz genutzt wird?“, fragt sich Schlicke.

Thomas Schlicke favorisiert den Umzug in den „Cafégarten“. Nicht zum ersten Mal hatte er die Idee, den Jugendklub in die privat betriebene Gaststätte zu integrieren. Volle Unterstützung hat er vom Besitzer Dietmar „Charly“ Schramm. Die AZ wollte es genau wissen, suchte gestern den Arendseer auf. „Ja, mein Angebot steht“, sagte „Charly“ Schramm. Die Bedingungen für einen Jugendklub seien seiner Ansicht nach ideal. Der Betrieb der Gaststätte sei dann kein Thema mehr, so dass die Konfrontation der Jugendlichen mit Alkohol auch kein Thema mehr sei. Als ideal bezeichneten Schramm und Schlicke gleichermaßen die Außenanlagen, die zum Spielen und Toben genutzt werden können.

Knackpunkt: Ein Jugendklub im Cafégarten kostet Geld. Die Stadt müsste die Immobilie mieten. Das dürfte angesichts der desolaten Finanzlage Probleme bereiten. Diskussionen könnte es bei der Sitzung des Sozialausschusses am 27. August in den Räumen der JuLe-GmbH Zühlen geben. Als Gast ist „Charly“ Schramm eingeladen, der zu Konditionen sprechen könnte, kündigte Schlicke an. „Jugendarbeit kostet Geld. Und wir sollten endlich eine Lösung für den vom Bürgermeister so hoch gelobten Jugendklub finden“, sagte Schlicke.

Von Harry Güssefeld

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