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Harpe: Wassermangel bei Wehr und Friedhof

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Von: Jens Heymann

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Hinter dem Gerätehaus in Harpe steht ein wackliges Örtchen.
Hinter dem Gerätehaus in Harpe steht ein wackliges Örtchen. Ob es echt ist oder lediglich den langjährigen Mangel an Toiletten und Wasser verdeutlichen soll, ist für den Außenstehenden nicht ersichtlich. © Heymann, Jens

Es kommt selten vor, dass eine Einwohnerfragestunde auch eine ganze Stunde dauert. Am Montagabend während der Leppiner Ratssitzung war es aber so. Orta Görtzen und Wolfgang Fischer aus Harpe brachten so ziemlich alle Probleme in ihrem Dorf und ihren angestauten Frust zur Sprache.

Harpe / Leppin – Die wohl größte Baustelle ist die offenbar seit Jahren fehlende Wasserversorgung auf dem Friedhof und bei der Feuerwehr. Vier große, leere Fässer stehen auf dem Harper Friedhof, hinter dem Gerätehaus befindet sich eine Toilettenhütte mit verdrecktem Waschbecken. Ob das schief stehende Holzhäuschen echt ist oder lediglich die Situation lebensecht untermalen soll? Für Außenstehende schwer zu sagen.

Orta Görtzen hatte im Rat zum Wassermangel eine klare Meinung: So etwas hätte es nicht einmal in Kriegszeiten gegeben. Beschämend sei das; nirgendwo Hygiene. Denn auch in den Fässern würden sich Keime sammeln. Und mit mehr als 70 Jahren noch Wasser zum Friedhof zu transportieren, sehe sie auch nicht mehr ein.

Leppins Ortsbürgermeister Otto Benecke und Arendsees Stadtchef Norman Klebe hörten sich die Vorwürfe aus dem kleinen Ortsteil geduldig an. Dass der Unmut der Einwohner rechtens sei, bestritt niemand. Der Wasseranschluss sei durch die Stadtverwaltung längst in Auftrag gegeben worden, erläuterte Klebe. Möglicherweise hakt es noch irgendwo in der weiteren Entscheidungskette.

Generell wünschten sich die beiden Bürger aus Harpe mehr Aufmerksamkeit aus Arendsee. Etwa in Form einer jährlichen Ortsbegehung mit Einwohnern. Da würden dann auch andere Dinge sichtbar werden. Görtzen und Fischer zählten einiges auf; manches davon habe Otto Benecke seinerseits der Verwaltung übermittelt. Dazu gehören beispielsweise kaputte Bänke und fehlende oder verwitterte Beschilderung. Denn wer aus Harpe herauswill, der wisse mitunter gar nicht, wohin der Weg führt, berichtete Orta Görtzen. Auswärtige würden immer wieder nachfragen.

Einen gehörigen Teil der Diskussion nahm zuletzt die Grabenpflege ein. Die sei mangelhaft, meinte Wolfgang Fischer. Einige würden generell nicht mehr gemacht, erfuhr er in Leppin.

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