1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Erna Gerling sieht ihre Liebsten nach langer Coronazeit wieder

Erstellt:

Von: Ulrike Meineke

Kommentare

Hoffest zum 100. Geburtstag: Erna Gerling im Kreise ihrer Familie, hier (v.l.) Erna Zimzik, Edith und Bernhard Feike sowie Helmut Zimzik.
Hoffest zum 100. Geburtstag: Erna Gerling im Kreise ihrer Familie, hier (v.l.) Erna Zimzik, Edith und Bernhard Feike sowie Helmut Zimzik. © Privat

94 Jahre trennen Annabell, die jüngste Enkelin, und ihre Uroma Erna Gerling. 71 Jahre lebte die geborene Ostpreußin in Harpe, bevor sie jetzt in ein Pflegeheim nach Gartow zog. Zu ihrem 100. Geburtstag veranstaltete die Familie ein Hoffest.

Harpe – Geboren am 12. Juni 1922 in Ostpreußen, floh Erna Gerling 1943/44 mit ihren Eltern und fünf Geschwistern aus der Heimat in Richtung Bundesrepublik Deutschland. Vorerst ließ sich die Familie in Vimow (Mecklenburg-Vorpommern) nieder. Dort lernte Erna im Jahr 1945 ihren künftigen Ehemann Willi kennen und lieben.

Ihre gemeinsame Reise führte die beiden nach Schrampe. Dort heiratete das Paar am 12. September 1950. Aus dieser Verbindung gingen zwischen 1947 und 1957 fünf Kinder (zwei Söhne/drei Töchter) hervor. Aktuell zählt die Familie neun Enkelkinder und zwölf Urenkel.

1951 zog die Familie nach Harpe. Dort lebte Erna Gerling nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahr 1967 mit ihren Kindern und später allein bis Januar dieses Jahres.

Erna Gerling arbeitete in der Landwirtschaft, bis sie 1982 in Rente ging. Von da an kümmerte sie sich um Enkel und Urenkel, liebte und pflegte ihren kleinen Rosengarten vorm Haus.

Anlässlich ihres Jubiläums luden die Töchter (Christel Zimzik und Edith Feike) die ganze Familie zum Hoffest ein. 38 Gäste kamen, um der Jubilarin zu gratulieren. Die weiteste Anreise hatte eine Enkeltochter aus Köln.

Trotz ihres hohen Alters ist Erna Gerling geistig noch sehr fit, sie kennt sämtliche Geburtstage aller Familienmitglieder. Nur ihre Hör-, Seh- und Gehfähigkeiten sind stark eingeschränkt.

Erna Gerling musste leider beide Söhne, ihren Schwiegersohn und auch Enkelkinder zu Grabe tragen. Ihre älteste Tochter Renate konnte die Reise von Köln in die Altmark aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nicht antreten. Die Jubilarin freute sich sichtlich, die Familie nach der langen Zeit der Coronaeinschränkungen wiederzusehen.

Auch interessant

Kommentare