Souvenirs: Postkarten laufen gut, Sole-Wasser nicht

„Gustav Nagel ist unverkäuflich“

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René Brandt mit einigen Souvenirs. Für die Gustav Nagel Statue gilt aber: „Unverkäuflich.“

Arendsee. Obwohl 2012 insgesamt 540 325 Übernachtungen und damit eine Steigerung von 2,8 Prozent erzielt wurde, scheinen Urlaubern selbst gemachte Fotos als Erinnerung zu genügen.

„Davon könnten wir nicht überleben“, unterstreicht René Brandt, Leiter der Touristinfo, dass ihm die Souvenirs nicht gerade aus den Händen gerissen werden. Wenn aber jemand etwas aus der Seestadt mitnehmen möchte, dann sind es oft Postkarten. Bei der Luftkurort Arendsee GmbH gibt es sogar noch einige Exemplare aus DDR-Zeiten.

Im Souvenir-Schrank fällt eine kleine Statue des bekannten Arendseer Wanderpredigers auf. „Gustav Nagel ist unverkäuflich“, schränkt René Brandt ein. Das Einzelstück dient der Dekoration genauso wie ein Modell des Schiffs „Queen Arendsee“. Anders sieht es mit den Münzen zur 825-Jahr-Feier und Bücher über die Geschichte des Naturapostels sowie der Stadt aus. Das geballte Wissen ist einigen aber wohl zu viel. Die Werke liegen schwer im Regal „Vielleicht ist aber noch nicht überall bekannt, dass wir so etwas hier haben“, drückt es René Brandt diplomatisch aus.

In Sachen Bekanntheit können Arendseer und Gäste mit Aufklebern für den Luftkurort werben. Aber diese Art der Heimatliebe kommt nicht an: „Wir haben gerade mal zehn solcher Aufkleber rausgegeben.“ Zu den Staubfängern zählt eine Probe der Thermalsole, die in den 90er Jahren gezogen wurde. Obwohl dieses Thema durch die geplante Nutzung dieser Erdwärme für den Ernergiesektor gerade aktuell ist, nicht viele mit den kleinen Flaschen etwas anfangen.

Um Arendsee ins rechte Licht zu rücken, gibt es inzwischen neue Initiativen. So hat der Arendseer Jürgen Luckas einen Kalender für 2014 und ein Buch mit Bildern aus der Region erstellt. Beides gehört nun zum Sortiment. Genauso wie viele Infohefte, die am meisten nachgefragt werden. So sind von den 10 000 Image-Broschüren, die Ende Januar erschienen, bereits die Hälfte weg. Auch vom Veranstaltungskalender gibt es nur noch wenige Exemplare. Dieses Heft ist übrigens nicht mehr ganz aktuell, denn inzwischen ist ein neues Fest dazu gekommen. Radio SAW wird am 7. Juli ein Familien-Fahrrad-Fest im Strandbad organisieren.

Von Christian Ziems

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