80 Einsatzkräfte retten Mitarbeiter und löschen brennende Halle

Großübung: Dämmstoffwerk Mechau in Flammen

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Entschlossener Löschangriff: Die Ortswehren demonstrierten ihre Schlagkraft bei der Großübung.

Mechau – Pünktlich um 10 Uhr heulten am Sonnabend rings um Arendsee die Serenen. Der Grund dafür war ein Alarm – ausgelöst von der Brandmeldezentrale der Jackon Insulation GmbH in Mechau.

Schnell rückten über 80 Einsatzkräfte der Wehren aus Mechau, Kaulitz, Binde, Vissum, Kläden, Arendsee, Zühlen sowie Schrampe-Zießau zum vermeintlichen Brandort aus. Zur allgemeinen Erleichterung handelte es sich bei dem Alarm um eine Großübung der Wehren, die auch von der Feuerwehr in Salzwedel mit ihrer Drehleiter und einem 8.000-Liter-Tanklöschfahrzeug sowie der Technische Einsatzleitung Klötze mit ihrer Kamera-Drohne unterstützt wurden.

In der Technischen Einsatzleitung hatten Hans-Joachim Hinze (v.l.), Tobias Fricke und Robert Katke während der ganzen Übung den Überblick über das Geschehen.
Die Einsatzkräfte rücken auf dem Betriebsgelände vor.

Das Szenarium des Brandes wurde wie Einsatzleiter Hans- Joachim Hinze berichtete so angenommen, dass eine Fläche von etwa 1.000 Quadratmeter mit Platten im Außenbereich des Dämmstoffwerkes brennen. Durch die starke Rauchentwicklung musste eine angrenzende Produktionshalle evakuiert werden. Dabei wurden zwei Arbeiter verletzt und müssen gerettet werden.

Lucas Weber (l.) legt mit seinen Kameraden von der Binder Wehr die Verletzten in stabile Seitenlage.

Während Mathieu Ladebeck und Torsten Nagy von der Salzwedeler Wehr von der Drehleiter aus unter der Regie von Kevin Hagner den angenommenen Brand von oben bekämpften, waren die Feuerwehren der Ortschaften mit einem Löschangriff erfolgreich. Gleichzeitig wurden durch Atemschutzgeräteträger die beiden als vermisst gemeldeten Personen gerettet und zur Ersten-Hilfe-Station von Lucas Weber von der Binder Wehr gebracht. Die ganze Übung wurde mit einer Drohne, die von Florian Paul aus Klötze gesteuert wurde, aufgenommen und zur Technischen Einsatzleitung in Echtzeit übermittelt.

Florian Paul (l.) startet mit Detlef Theuer die Drohne.

Wie der Sicherheitschef des Werkes, Detlef Theuer, und Stadtwehrleiter Hans- Joachim Hinze berichteten, war die Übung bereits länger geplant und soll den Wehren die Gelegenheit geben, das Gelände kennenzulernen. Gleichzeitig soll dabei auch das Zusammenspiel der einzelnen Feuerwehren mit den Kräften vor Ort in der Firma geübt werden. Die Betriebsleitung des Jackon-Werkes nutzte die Übung für eine Schulung ihrer Mitarbeiter, die neben der reibungslosen Evakuierung auf einem gesonderten Platz in den Umgang mit Feuerlöschern, das Bekämpfen eines Fettbrandes und ähnlichen von einer Sicherheitsfirma sehr ausführlich unterwiesen wurden.

Den Abschluss der etwa 90-minütigen Übung bildete ein Appell mit Auswertung. Dabei zeigten sich Hans-Joachim Hinze mit seinem Einsatzstab und auch Jackon-Sicherheitschef Detlef Theuer vom Verlauf der Übung und besonders vom Zusammenspiel der Kräfte und der Kommunikation untereinander sehr zufrieden.

VON ECKEHARD SCHWARZ

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