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Frist ein weiteres Mal verlängert

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Von: Jens Heymann

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Ein Werbeschild für den Glasfaserausbau durch DNS:Net hängt an einer Straßenlaterne im Arendseer Birkenhain.
Ein Werbeschild für den Glasfaserausbau durch DNS:Net hängt an einer Straßenlaterne im Arendseer Birkenhain. Die Frist für das Abschließen von Vorverträgen ist mittlerweile erneut um zwei Monate verlängert worden. © Heymann, Jens

Seit dem großen Endspurt zum Stichtag 31. Januar war es ruhig geworden um die Glasfaserausbaupläne in Arendsee, Fleetmark, Kleinau und weiteren Ortsteilen durch den Internet-Dienstleister DNS:Net. Einwohner, Verwaltung, Politik und auch die AZ fragten sich, wie es nun weitergehen würde, nachdem die eigentlich als Ziel gesetzte Anschlussquote von 50 Prozent offenbar verfehlt worden war.

Arendsee – Die AZ hakte zwischenzeitlich beim Unternehmen nach, erhielt aber bis auf die Aussage, dass noch Daten zusammengetragen würden, keine konkreten Infos. Eine Anfang Februar schriftlich an die Presseabteilung gestellte Anfrage blieb bislang unbeantwortet.

Dass die Entscheidung über den Fortgang der Ausbaubemühungen in Arendsee längst gefallen ist, verdeutlichen Wurfsendungen, die nun in den Haushalten angekommen sind. Ein solches Schreiben liegt der AZ vor.

Die wichtigste Nachricht darin: Die Akquise ist erneut verlängert worden. Dieses Mal bis zum 31. März. Konkret heißt es: „Um noch mehr Haushalten aus Arendsee in den sogenannten schwarzen Flecken die Möglichkeit zu geben, sich an das schnelle Glasfasernetz von DNS:Net anschließen zu lassen, haben wir uns nach eingehender Beratung mit der Geschäftsleitung des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) dazu entschieden, die Vorvermarktung für Arendsee ein weiteres Mal zu verlängern.“

Im Arendseer Rathaus wird derweil abgewartet. Bürgermeister Norman Klebe erklärte gegenüber der AZ, zwar von geplanten Bürgersprechstunden zu wissen, aber ansonsten noch nichts Offizielles in der Hand zu haben. Besagte Sprechstunden sollen an zwei Terminen im Sitzungszimmer des Rathauses stattfinden – am 1. und 15. März, jeweils ein Dienstag, in der Zeit von 18 bis 19 Uhr.

Auch der bekannte Vermarktungspartner aus Salzwedel, Jürschick Telekommunikation, ist weiterhin mit dabei. Ob es seitens der Stadt Arendsee überhaupt noch einmal Informationsveranstaltungen geben muss, ist fraglich. Beim letzten Termin vor Ablauf der Januar-Frist waren nur eine Handvoll Interessierte in der Töbelmann-Halle erschienen. DNS:Net hofft auf verstärktes Weitersagen innerhalb der Einwohner. Das geht jedenfalls aus dem Infoschreiben hervor.

Das Thema Glasfaserausbau war in den wenigen betroffenen Ortsteilen Arendsees zuletzt beiläufig Thema. Kleinaus Ortsbürgermeister Sven Schottenhamel erklärte jüngst, alle Anträge aus dem Dorf abgegeben zu haben. Nun wolle er schauen, was passiert. In der Stadtpolitik war der Internetausbau jüngst ebenfalls kurz im Gespräch gewesen. Dort ging der Blick jedoch weiter – auf eventuelle neue Fördermöglichkeiten, sollte die aktuelle Aktion nicht klappen.

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