Verwaltung und DNS:Net bestätigen Ausbauabsicht

Glasfaser soll in Kernstadt Arendsee kommen

Die Orts- und Bürgermeister Otto Benecke (Leppin, v.l.), Kurt Gabriel (Binde), Jörg Kratz (Fleetmark), Norman Klebe (Einheitsgemeinde Arendsee) und Uwe Hundt (Vissum) nach der beschlossenen Kooperation mit DNS:Net vor dem Arendseer Rathaus.
+
Die Orts- und Bürgermeister Otto Benecke (Leppin, v.l.), Kurt Gabriel (Binde), Jörg Kratz (Fleetmark), Norman Klebe (Einheitsgemeinde Arendsee) und Uwe Hundt (Vissum) nach der beschlossenen Kooperation mit DNS:Net.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
    schließen

In den vergangenen Tagen und Wochen hat es sich immer mehr abgezeichnet: Der Internetdienstleister DNS:Net will zumindest erst einmal in Arendsee sein eigenes Glasfasernetz aufbauen. Entsprechende Informationen hat das brandenburgische Unternehmen im Internet veröffentlicht.

Arendsee – Im jüngsten Arendseer Stadtrat berichtete Bürgermeister Norman Klebe von einer gleichklingenden Absicht. Am Montag habe er die Information erhalten, erklärte Klebe. Er sprach außerdem von einer möglichen Nachakquise. Was mit dem Ausbau in den betroffenen Ortsteilen Fleetmark, Binde, Schernikau, Kleinau, Genzien und Harpe geschieht, ließ der Stadtchef offen – darüber wolle DNS:Net zu einem späteren Zeitpunkt Bescheid geben. Pessimistische Töne kamen jedenfalls aus Binde: Im Protokoll der bislang letzten Ortschaftsratssitzung wird Ortschef Kurt Gabriel damit zitiert, dass es „einen Breitbandausbau der ,Schwarzen Flecken‘ in Binde und Umgebung nicht geben wird, da insgesamt keine 50 Prozent an Interessenten zusammengekommen sind.“ Diese 50 Prozent sind die ursprünglich von DNS:Net als Ziel gesetzte Anschlussquote. Gegenüber der AZ gibt sich das Unternehmen recht schweigsam. Eine Anfrage blieb bislang unbeantwortet.

Bei der Quote scheint es Widersprüche zu geben. So sprach Norman Klebe im Stadtrat von einer Vorvertragsquote von gut 20 Prozent – eine Zahl, die seit Monaten durch die Einheitsgemeinde schwirrt. Auf seiner Internetseite für den Ausbau in Arendsee schreibt DNS:Net hingegen: „Wir freuen uns, dass wir für Arendsee die Quote erreicht haben.“ Über den genauen Baustart werde noch informiert, heißt es weiter. Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass die Vorbestellungsfrist um zwei Monate verlängert worden ist. Wer noch auf den Glasfaserzug aufspringen will, hat demnach bis Ende Mai dafür Gelegenheit.

Kommentare