Einige Tourismusideen gibt es bereits in der Praxis, wirken aber vergessen

Gewünschte Attraktionen in Arendsee sind ungepflegt

+
Das Geländer zum Wassertreten steht derzeit auf dem trockenem. Doch auch in Monaten mit mehr Wasser gibt es seitens der Stadt bislang keine sichtbaren Hinweise auf die Attraktion.

Arendsee. Der jüngste Wirtschaftsausschuss wurde auch genutzt, um offen über verschiedene Ideen zu sprechen, wie sich Arendsee unter dem Blickwinkel des Tourismus attraktiver gestalten lässt (AZ berichtete).

Von der gustaf-nagel-stadt als Werbeidee war die Rede aber auch weitere Angebote sind gewünscht. Dazu gehören eine Möglichkeit zum Wassertreten sowie ein Barfußpfad. Beides gibt es bereits. Die Bereiche werden von der Einheitsgemeinde allerdings nicht beworben, wirken ungepflegt und sind wohl nicht nur bei Touristen, sondern auch bei einigen Einheimischen unbekannt.

Der Barfuß-Pfad ist inzwischen verrottet.

Beispiel Wassertreten: An der Festwiese Bleiche steht eine Konstruktion, die es Interessierten ermöglicht, sich am flachen Uferbereich im Wasser zu bewegen und dabei mit den Händen Halt zu haben. Diese existiert seit Jahren und wurde in Zeiten der einstigen Veranstaltungsreihe Wohlfühltag errichtet. Auch wenn die Konstruktion derzeit aufgrund des tiefen Wasserstandes auf dem Trockenen steht, konnte sie in der Vergangenheit zu jeder Tageszeit genutzt werden. Wer dies machen wollte, musste aber schon wissen, das sie existiert und welche Bewegungen dort möglich sind. Denn weder ein Hinweisschild noch eine Tafel mit Übungsvorschlägen wurden errichtet. In anderen Tourismusorten gibt es so etwas.

Beispiel Barfußpfad: Dieses Angebot existiert ebenfalls auf der Festwiese Bleiche. Besser trifft aber wohl die Formulierung „existierte“. Nachdem der Pfad mit verschiedenen natürlichen Untergründen errichtet wurde, hat sich augenscheinlich niemand mehr darum gekümmert. Der Bereich wirkt ungepflegt und lässt sich nur noch erkennen, wenn bekannt ist, dass er irgendwo zwischen den Bäumen mal auf dem Stadt-Grundstück angelegt wurde.

Eine Natur-Attraktion unweit des Lindenparks wird von der Kommune ebenfalls kaum für Tourismus Werbezwecke genutzt, wurde aber vor Jahren mit Steuergeldern auf Vordermann gebracht. Der Kur-Natur-Erlebnispfad verläuft vom Lindenpark durch den Wald bis zum einstigen Faulen See nahe des Dorfes Genzien. Es gibt zum Teil nur schlecht leserliche Holz-Hinweis-Schilder und einige Stellen mit Info-Tafeln sind zugewuchert.

Wer gezielt sucht und sich im Internet durchklickt, entdeckt aber zumindest einen digitalen Hinweis auf den Pfad. Auf der offiziellen Tourismus-Internet-Seite des Luftkurortes wird er auf einer Karte mit verschiedenen Terrainwegen, die vor über zehn Jahren mit Fördermitteln angelegt wurden und der Erholung an der frischen Luft dienen sollen, kurz erwähnt. Hinweise auf den Wissenscharakter des Angebotes, das aus Info-Tafeln besteht, gibt es nicht.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare