Autofahrer müssen seit Tagen Slalom fahren

Vor der Kleinen Straße 7: Geheimnis um eine Bake

+
Diese Bake steht seit gut zwei Wochen vor dem Haus Kleine Straße 7 in Arendsee. Weder die Anwohner noch die Stadt wissen, was passiert ist und warum dort gebuddelt wurde.

Arendsee. Die Geschichte um das Haus Kleine Straße 7 geht weiter: Nachdem alle Verwandten nach dem Tod der Besitzerin abgelehnt hatten, das Haus zu übernehmen und auch keine Pflichten eines Hausbesitzers mehr erfüllt werden, war guter Rat teuer. Das Haus steht und verfällt.

Und das zum Ärger der Nachbarn, die über feuchte Giebelwände und Ungeziefer nebenan klagen. Sogar Vertreter des Bauordnungsamtes waren schon in der Kleinen Straße – aber die Reaktionen aus der Kreisverwaltung waren gleich Null. „Wir können nichts tun“, hieß es. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe nahm sich der Sache an. Und suchte gar schon Interessenten, die bei Zahlung der aufgelaufenen Schulden (Grundstückssteuern und Reinigung durch die Stadt) das Gebäude kaufen könnten. Es gab aber keine Interessenten.

Nun wundern sich die Anlieger der Kleinen Straße nicht schlecht, dass eine Warnbake mit nachts blinkendem Licht vor dem Haus steht und Autos, die die Stelle passieren, sich zwischen Bake und Mauer durchzwängen müssen. Nachbarn erzählten, dass Bauleute vor gut zwei Wochen vor Ort waren und „gebuddelt hatten“. Um möglicherweise Strom, Gas oder auch Wasser abzusperren. Doch eine AZ-Nachfrage im Bauamt ergab, dass die Stadt nichts wisse. Die Bauarbeiter hätten eine „Aufgrabegenehmigung“ für eine Straße im öffentlichen Raum beantragen müssen. „Bei uns war keiner“, erklärte Bauamtsleiterin Monika Günther während der jüngsten Bauausschusssitzung.

Wie lange die Bake noch steht und was da eigentlich passiert ist, das weiß aktuell niemand. Aber vielleicht hat dort auch jemand etwas vergraben, so die Anlieger. Das Rätsel besteht weiter.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare