Ortschaftsrat auf Ortsbegehung

Gefahren auf Zießauer Spielplatz: Löcher im Gehweg und andere Versäumnisse

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Dass der Zießauer Spielplatz am Rande des Neubaugebietes so marode ist, ließ die Ortschaftsräte aufhorchen.

Schrampe – „Die Liste der Maßnahmen wird lang“, sagte Schrampes Ortsbürgermeister Philipp Fölsch schon während der ersten Station der Ortsbegehung in Schrampe und Zießau.

Auf dem Friedhof in Schrampe wurde der Wildzaun gelobt, aber gleichzeitig erklärt, dass ein Friedhof eine bessere Umfriedung verdient hätte. Und die soll kommen, so Jasmin Scheffler vom Bauamt. Sie schrieb mit, was beanstandet wurde. Und sie schrieb lange.

Löcher im Gehweg.

Die Dachrinnen der Trauerhalle wird Alt-Ratsmitglied Rainer Mauer säubern, erklärte er vor Ort. Und auch die beiden Bänke aufarbeiten. Dafür gab es Lob. Der Gehweg auf dem Friedhof solle in Zukunft einen festen Grund bekommen, der nächste Punkt auf der Wunschliste, die in Schrampe als Forderungsliste verstanden wird. Dass auf dem Gehweg entlang des Parkplatzes Löcher sind, wurde auch vermerkt. Auch die Dellen auf der Zufahrt zum Friedhof finden sich dort wieder.

Im Neubaugebiet Zießau wachsen die Neubauten wie Pilze aus der Erde, während die Spielgeräte das Zeitliche segnen. Das mussten die Ortschaftsräte erkennen. Die Kletterkombination wackelt, es fehlen Sprossen zum Aufstieg, ein Fußballtor möchte nicht mehr berührt werden, weil die Latte durchzubrechen droht. Gefahr in Verzug, hieß es. Aber desto mehr staunten die Abgeordneten, dass auch für diese Spielgeräte Abnahmeprotokolle vorliegen sollen, wie Jasmin Scheffler auf Nachfrage erklärte. Wer dort die Verantwortung übernehme, der dürfte nachts nicht schlafen, hieß es aus den Reihen der Betrachter. Dringender Handlungsbedarf sei gegeben.

Auch am Spielgerät am Aussichtsturm Zießau müsse nachgearbeitet werden. Neben einigen Dingen, die fehlen, sei der Fallschutz das weitaus Wichtigere, was erledigt werden müsse. Das heißt: Sand fehlt.

„Wir werden während der nächsten Ratssitzung eine Prioritätenliste erstellen“, so Fölsch. Gefahrenabwehr stehe dabei ganz oben – also Gehwege, auch defekte oder fehlende Straßenlampen sowie der Spielplatz.

Was deutlich wurde, ist der extreme Sanierungsbedarf an den kommunalen Einrichtungen. Da erscheint das fehlende Hinweisschild am Komposthaufen am Friedhof, dass nur pflanzliche Reste abgeladen werden dürfen, als Kleinigkeit. „Ortschaftsrat, Verwaltung und Schramper Dorfverein werden Wege finden müssen, um das alles umzusetzen, was wir notiert haben“, so Fölsch. Der Verein baut in Schrampe bald einen neuen Spielplatz.

VON HARRY GÜSSEFELD

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