Geburtstagskinder sparen Geld

Luftkurort-Arendsee-GmbH plant Neues auf der „Queen“ und am Strand

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Die „Queen Arendsee“ soll in Zukunft eine noch größere Bedeutung für Arendsee bekommen. Mehr Restaurantbetrieb, mehr Kultur.

Arendsee – Aufbruchstimmung am Strand, auf der „Queen“ und auf dem Campingplatz: Michael Meyer, Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, hatte sich auf den Wirtschaftsausschuss gut vorbereitet.

Nicht nur das: Ein Feuerwerk von Neuerungen prasselte auf die Stadträte nieder, sodass bekannte Kritiker der GmbH ins Schwärmen gerieten. Einige Neuerungen: Fakt ist, dass die „Queen“ auch außerhalb der Fahrzeiten in Zukunft besser ausgelastet werden soll. Schwerpunkt dabei ist die Gastronomie. An der Landungsbrücke liegend sollen die Öffnungszeiten so gelegt werden, dass Urlauber nach einem Spaziergang auch ins „Queen“-Restaurant einkehren können. Weitere Vorhaben: Beim Landesverwaltungsamt soll die ganzjährige Nutzung des Schiffes beantragt werden. Fahrten zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten und Firmenfeiern sollen beworben und die Themenabende wieder aufgenommen werden. „Musik mit Uli Kirsch, dem Singer und Songwriter, soll in den Plan integriert werden. Auch Country- und Barabende sind vorgesehen“, erklärte Meyer. Um mehr Fahrgäste witterungsunabhängig befördern zu können, sollte das Oberdeck verkleidet werden. Dann könnten weit mehr als die 60 Plätze im Bordrestaurant genutzt werden. Neu ist, dass es eine Familienkarte geben wird. Zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder oder Enkelkinder (bis 13 Jahre) können für 34 Euro auf eine Seerunde gehen. Das bedeutet eine maximale Einsparung von acht Euro. Neu ist auch, dass Geburtstagskinder freie Fahrt haben – natürlich müssten die Begleitpersonen bezahlen.

Auch im Strandbad können Geburtstagskinder, ohne zu bezahlen, die Kasse passieren. Auch dort wird eine Familienkarte eingeführt – eine Familientageskarte (zwei Erwachsene plus maximal drei Kinder oder Enkelkinder) kostet elf Euro. Auch mit einer Fünferkarte (ein Eintritt ist dabei frei) gehört zum Umgang der neuen Angebote. Erwachsene zahlen 16 Euro, Kinder zehn Euro.

Das Strandbad soll mehr von Vereinen und Organisationen genutzt werden, wobei die Nutzung im Einklang mit dem Betrieb des Strandbades steht. Ideen gebe es viele: Sommerfest, Strandfest, Bootskorso. Klar sei aber auch, so Meyer, dass das Strandbad nur defizitär geführt werden könne. Überschüsse aus der „Queen“ und dem Campingplatz würden diese Defizite abmildern, reichen aber bei Weitem nicht aus, umfangreiche bauliche Sanierung zu betreiben. Das könne zum Problem werden. Deutlich wurde das auch bei der Darstellung der Situation auf dem Campingplatz. Stadtrat Frank Rossau hatte nachgefragt, ob der aktuelle Zustand des Platzes schon dazu geführt habe, dass Dauercamper den Platz verlassen hätten. „Wir können sagen, dass wir alles tun, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Es ist sauber, das Sanitärgebäude funktioniert, auch wenn bekannt ist, dass die Heizungsanlage längst fällig ist“, so Meyer. Es fehle ein Internetangebot, das frei von Störungen ist und was vor allem Kopfschmerzen bereite, sei der Zustand der Wasser- und Abwasserschächte. „Es gibt viel zu tun, das ist nicht zu verschweigen“, so Meyer.

VON HARRY GÜSSEFELD

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