Jens Reichardt will festes Tourismus-Band zwischen Arendsee und Salzwedel

Gartenschau-Traum noch nicht beerdigt

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Salzwedel präsentierte sich 2009 bei der 825-Jahr-Feier von Arendsee. Abgesehen von den beiden Touristinfos gibt es aber kaum Zusammenarbeit zwischen den beiden Einheitsgemeinden.

Arendsee / Salzwedel. Der Anstoß, aus Arendsee und Salzwedel ein touristisches Team zu formen, kommt weiter aus Richtung des Luftkurortes.

Nachdem Stadtrat Jens Reichardt das einst 30 000 Euro teure Konzept, das beide Regionen zusammen schweißen sollte, wieder in Erinnerung brachte, hieß seitens der Salzwedeler Kommunalpolitik: „Wir sind für Ideen aus dem Luftkurort natürlich grundsätzlich offen.“ 

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses legt im AZ-Gespräch nun nach: „Das beide Tourist-Infos zusammen arbeiten ist gut. Aber es geht noch viel mehr. Davon bin ich überzeugt.“ Jens Reichardt hat auch konkrete Vorstellungen. Eine davon ist sehr blumig. Salzwedels ehemalige Oberbürgermeisterin Sabine Danicke brachte vor Jahren. eine gemeinsame Bewerbung für eine Landesgartenschau ins Spiel. Der Sanne-Kerkuhner sieht diesen Traum noch längst nicht beerdigt. „Warum sollten wir das nicht einfach mal versuchen? Beispiele aus anderen Städten zeigen, das Geschaffene kann auch nach der Schau genutzt werden und wertet eine Region insgesamt auf.“ Für ihn ist wichtig, dass neben den ganzen Spardiskussionen auch klar wird, wohin sich Orte wie Arendsee und Salzwedel entwickeln wollen.

Moderne Techniken wie LED-Straßenlampen spielen ebenfalls eine Rolle. Beide Einheitsgemeinden könnten Aufträge gemeinsam ausschreiben, um somit Kosten zu sparen. Das solch eine Teamarbeit auch außerhalb von Tourismus funktioniert, beweist der Altmarkkreis. Dieser schreibt seit Jahren Aufträge zum Bekämpfen des Eichenprozessionsspinners im großen Rahmen aus. Kommunen profitieren davon, da sie weniger bezahlen.

Jens Reichardt sieht beim Thema Wasser einen weiteren Verknüpfungspunkt. Arendsee betreibt ein Strandbad, Salzwedel Schwimmhalle und zwei Freibäder. „Ich halte eine Zusammenarbeit im personellen Bereich für sinnvoll. Denn die Fachbereiche sind ähnlich. Wenn es Ausfälle gibt, könnte man sich gegenseitig unterstützen. Dies erlaubt ein flexibleres Betreiben der Einrichtungen“, ist der Kommunalpolitiker überzeugt. Er will im nächsten Schritt nun ein Treffen zwischen Arendsee und Salzwedel organisieren. Das Ziel: Eine gemeinsame Ausschusssitzung bei der es nur um eine Teamarbeit geht. Jens Reichardt wünscht sich, dass Sabine Blümel und Norman Klebe das Bestreben als Stadtoberhäupter künftig tatkräftig unterstützen.

Von Christian Ziems

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