Verkehrssituation an der Bahnhofstraße erschreckend gefährlich

Fußgänger und Radfahrer haben keinen Platz

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Auto an Auto gestern auf der Bahnhofstraße in Arendsee: Ein Radfahrer passt da nicht mehr dazwischen, hat man den Eindruck. Im Rathaus sieht man die Notwendigkeit eines Fuß- und Radweges, doch nicht ohne den grundhaften Ausbau der Straße.

Arendsee. Alles freut sich auf den Ausbau der L 1 vom Dessauer Worth bis zum Bahnübergang. Vergessen sind aber wieder einmal die Menschen, die an der Bahnhofstraße zwischen Bahnübergang und B 190 wohnen oder Geschäfte bzw. die Gartenanlagen nutzen.

Denn: Es fehlt weiterhin ein Fuß- und Radweg.

Und angesichts der Verkehrsdichte ist die Nutzung der Straße, die in Trägerschaft der Landesstraßenbaubehörde steht, ein gefährliches Unterfangen. „Wir wissen das“, so Bürgermeister Norman Klebe. Doch der Bau eines solchen Fußweges müsse immer im Zusammenhang mit einem Komplettausbau der Straße gesehen werden. „Wir können nicht investieren, und dann sagt der Bauträger, die Höhe passt nicht“, ergänzt Bauamtsleiterin Monika Günther.

Dass es für die Menschen gefährlich ist, das bestätigen beide. Die AZ hatte gestern eine Viertelstunde auf Höhe der Gartenanlagen den Verkehr beobachtet. Es waren fast 200 Autos, die die Straße nutzten. Für Radfahrer ein gefährliches Unterfangen. Fußgänger müssen auf die Seitenbereiche ausweichen. Bei Trockenheit sicher kein Problem. Die Straße zu nutzen, wäre nicht möglich.

Von der Situation, dass Autofahrer zwischen Bahnübergang und B 190 aufs Gas treten und die 50 km/h ignorieren, erzählen Anwohner immer wieder. Auch in umgekehrter Richtung ist die Strecke eine beliebte Einflugschneise. Damit werde die Gefahr für Fußgänger und Radler verschärft. Klebe wünscht sich einen Ausbau auch dieses Teilstücks. Er verspricht, dass, sollte es dazu kommen, er sich für einen Fußweg einsetzt, wenn auch nur auf einer Seite. Aus Kostengründen. Wichtig wäre auch, dass die Zukunft des Bahnübergangs geklärt wird. Die Stadt weiß es nicht.

Von Harry Güssefeld

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