Badegäste nutzen Parkplatz am Stadion Harper Weg, um Geld zu sparen

Fußballverein sauer auf Falschparker

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Sie sieht es regelmäßig während der Zeiten aus, in denen die Schranke geöffnet ist. Nur wenige Fahrzeuge stehen im Zusammenhang mit der Sportanlage. Viele andere nutzen den Parkplatz rechtswidrig.

Arendsee. Die Aufregung in den sozialen Medien ist riesengroß, nachdem der Chef des SV Arendsee, Martin Retzlaff, einen Aufruf im Internet an die vielen Autofahrer schickte, die auf dem vereinseigenen Parkplatz am Stadion Harper Weg parken.

„Es hört nicht auf. Auch nachdem wir nun ein eindeutiges Schild aufgestellt haben, kommen sie eingeflogen und parken bei uns, um die bis zu fünf Euro zu sparen, die auf dem Strandbadparkplatz fällig wären“, sagte Retzlaff im Gespräch mit der AZ. Im Internet wird er deutlicher: „Da ja einige nur singen und klatschen können, weise ich gern noch einmal darauf hin, dass der Parkplatz vor unserem Stadion nur für Besucher der Sportanlage, und nicht für den Besuch des angrenzenden Strandbades gedacht ist“. Und weiter: „Wir, der SV Arendsee, pflegen und reinigen den Platz in Eigenregie. Letzte Woche durften wir erst benutzte Windeln entsorgen“, schimpft der SVA-Vorsitzende. „Schreib Dich nicht ab, lerne lesen“, heißt es weiter, nachdem die Fußballer auch auf das Schild an der Zufahrt aufmerksam gemacht hatten. Nur für Anlieger, heißt es da. Das Ordnungsamt werde bemüht, so schreiben sie weiter.

Für Martin Retzlaff ist es auch unverständllich, dass trotz der Schranke geparkt wird. „Es ist vorgekommen, dass Autofahrer anriefen und klagten, dass die Schranke zu ist und sie nicht nach Hause können“, so Retzlaff. Es sollten sich alle an die Schilder halten, appellierte er. Ansonsten würde sich der SVA weitere Maßnahmen vorbehalten.

Doch nicht allein beim SVA parken die, die Geld für den Strandbadparkplatz sparen wollen. Auch die Betreiber des „Wellness- und Sporthotels“ sowie des Fitness-Zentrums „Filou“ können ein Lied davon singen. Man fragt heute kaum noch, sondern stellt sich einfach auf die privaten Flächen, hieß es immer wieder.

Es gebe genügend Parkplätze im Bereich des Strandbades, meint Retzlaff. Es sei „schon eine Frechheit, wenn sich einige über die Ordnung am Stadion hinwegsetzen“. Und mit dabei seien viele Zeitgenossen, die direkt in Arendsee wohnen.

Von Harry Güssefeld

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