Ein Gerätewart für die Wehren soll auch den Wirtschaftshof organisieren

Von Funkgerät bis Streusalz

Noch sind sie nicht ausgeliefert, die rund 80 Handsprechfunkgeräte für die 22 Wehren der Einheitsgemeinde Arendsee. In Zukunft soll sich ein Gerätewart um die Pflege der Geräte und die Software kümmern. Die Sicherheitsstandards seien hoch, hieß es.
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Noch sind sie nicht ausgeliefert, die rund 80 Handsprechfunkgeräte für die 22 Wehren der Einheitsgemeinde Arendsee. In Zukunft soll sich ein Gerätewart um die Pflege der Geräte und die Software kümmern. Die Sicherheitsstandards seien hoch, hieß es.

Arendsee. Die Stadt Arendsee wird in Kürze die Ausschreibung für die Stelle eines Gerätewartes veröffentlichen. Am Donnerstag diskutierte der Brandschutzausschuss das Vorhaben. „Wir brauchen dringend einen Fachmann, der sich insbesondere der neuen Funktechnik widmen kann.

Einen Fachmann, der sich bei Notwendigkeit auch schulen lässt“, so Hauptamtsleiter Andreas Koch. Die neue digitale Technik, unter anderem 83 neue Handsprechfunkgeräte, erfordere eine besondere Pflege. Sicherheitsstandards im Umgang mit der Technik erfordern einen Fachmann oder eine Fachfrau, der oder die sich um die Updates kümmert, was die Gerätewarte der einzelnen Ortswehren nicht mehr leisten können“, so Koch. Es gebe so viel Arbeit, denn der neue Mitarbeiter, der mit einem Einstiegsgehalt von 1 950 Euro (Entgeltgruppe 5) zunächst für zwei Jahre eingestellt wird, müsse sich um 22 Wehren und damit 22 Gerätehäuser kümmern. Zu seinem Aufgabengebiet gehöre auch, die TÜV-Termine der Fahrzeuge im Blick zu haben und diese vorzustellen. „Es geht uns mittlerweile so, dass wir keine Fahrer an den Tagen haben, an denen die Autos zum TÜV müssen“, erläuterte Koch. Selbstverständlich sei, dass der Bewerber oder die Bewerberin einen Lkw-Führerschein Klasse C besitzt und auch Mitglied einer Feuerwehr, vorzugsweise in einer Wehr der Stadt Arendsee, sei. Das Aufgabengebiet umfasse weiterhin die Bestellungen von Ersatzteilen, von dringend benötigten Einsatzkleidungen. Zum 1. Mai soll die Person eingestellt werden.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, so zu verfahren. Aber: Der Gerätewart soll auch, so seine Stellenbeschreibung, mindestens zwölf Stunden in der Woche, also rund zwei Stunden am Tag, für den Wirtschaftshof zur Verfügung stehen. Nicht als Mitarbeiter, wie es am Donnerstag hieß, sondern als Organisator. Heißt: Die Arbeiten im Wirtschaftshof mit zehn Mitarbeitern werden von ihm koordiniert. Angesichts der Aufgaben, die den Gerätewart in den 22 Feuerwehren erwarten, soll er auch den Wirtschaftshof organisieren. Stadtrat Uwe Walter begrüßte diese Kombination, wolle erstmal sehen, „wie sich das alles entwickelt“ und dann „könne man ja noch einmal darüber reden.“ Wie schwer eine Leitungstätigkeit im Wirtschaftshof zu erfüllen ist, machte Andreas Koch dennoch deutlich. Uwe Niemtschke, ebenfalls im Ausschuss Mitglied, sei mit der Aufgabe einst betraut worden, er sei aber auch an die Grenzen gestoßen. Es solle nun jemand sein, der nicht aus der Mitarbeiterschaft stamme.

Ein unabhängiges Gremium solle den geeigneten Mann oder die geeignete Frau aus den Bewerbungen ermitteln. Für 260 Euro. Damit nicht der Anschein erweckt werde, „es werde gemauschelt“, hieß es.

Von Harry Güssefeld

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