Stellvertreterin Antje Pochte bemüht sich um den Nagel-Förderverein

Führungskrise: Reno Metz gibt Vereinsvorsitz auf

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Reno Metz (4.v.l.) hat den Vorsitz des gustaf-nagel-Fördervereins abgegeben, sagt er. Antje Pochte, seine Stellvertreterin (2.v.r.), will klare Verhältnisse und ein Vorgehen, das dem Vereinsrecht entspricht. 

Arendsee. Reno Metz aus Leppin hat gegenüber der AZ erklärt, dass er den Vorsitz des gustaf-nagel-Fördervereins in Arendsee niedergelegt hat.

Als Begründung hatte er angegeben, dass auf dem Nagelareal in der Vergangenheit „Dinge passiert sind“, die nicht mit ihm abgestimmt waren. Der Förderverein habe sich immer für die Entwicklung des Areals eingesetzt. „Es kann nicht sein, dass medienwirksame Dinge, verbunden mit grundlegenden Veränderungen auf dem Gelände, nicht mit uns abgestimmt waren“, so Metz.

Seite Stellvertreterin, Antje Pochte, bestätigte gestern den Fakt, dass der Vorsitzende aufgeben will: „So geht es aber nicht, denn es muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden, auf dem der Rücktritt erklärt wird. Dann muss eine Neuwahl stattfinden.“ Antje Pochte ließ gestern keinen Zweifel daran, dass sie die Nachfolge antreten würde.

Reno Metz kritisierte die Aktionen: Und genau diese hatte Antje Pochte vorbereitet. Nach ihrer Wahl als Stellvertreterin im Frühjahr 2016 hatte sie im September des gleichen Jahres mit Schülern begonnen, das Areal aufzuräumen und zu gestalten, wie sie gestern der AZ erklärte. Ansprechpartner war in dieser Zeit Bürgermeister Norman Klebe. „Es geht darum, dass die Schüler auf dem städtischen Gelände versichert sind“, so die Vize-Vorsitzende. Immer wieder habe sie darauf gedrungen, dass eine Vorstandssitzung stattfindet. Vor der großen MDR-Aktion „Mitmachen statt meckern“ im März habe sie dann den Vorsitzenden konkret über die Aktion informiert – es sei aber keine Reaktion darauf gekommen. Also hatte es gut ein Jahr keine direkten Absprachen zwischen den Vorstandsmitgliedern des Vereins gegeben.

„Ich hatte nach der Ankündigung von Reno, den Vorsitz abzugeben, direkten Kontakt“, erzählt Antje Pochte. Es sei darum gegangen, dass bestimmte Unterlagen des Vereins übergeben werden sollten. Auch Mitgliederlisten zum Beispiel. Reno Metz hatte den Vorsitz seit 1999 inne. Im Jahre 2002 übernahm Uwe Holger Idler den Vorsitz, Reno Metz wurde sein Stellvertreter. Nach dem Tode des verdienstvollen Vorsitzenden übernahm im Jahre 2013 erneut Reno Metz den Vorsitz.

Nun ist wieder Schluss. Angesichts der Aufgaben, die sich der Verein indes gestellt hat, eine Situation, die nicht befriedigen könne, so Antje Pochte. Auch deshalb nicht, weil die Idee im Raum steht, den Tempel und die Wohnbaracke wieder aufzubauen. „Wir haben die Unterstützung von Fachleuten und Behörden“, erfuhr die AZ.

Der Verein sucht dringend Mitglieder. Auch junge Leute, die anpacken können. Dass Reno Metz nun von Bord geht, wollte Antje Pochte nicht weiter kommentieren. „Ich habe es schriftlich. Reno hat mir erklärt, dass er aus Zeitgründen zurücktreten möchte. Etwas anderes weiß ich nicht“, sagte die Arendseerin. Und hofft auf eine ruhige Vereinsarbeit.

Von Harry Güssefeld und Eckehard Schwarz

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