Thomas Koberstein vom VfB spricht von „Provinzposse“ / Stadtrat Kagel lehnt Schlicke-Antrag ab

Front gegen Jugendklub bröckelt

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Vor der Sozialausschusssitzung am Montagabend berieten sich der Chef des Vereins für berufliche Bildung, Thomas Koberstein (l.) und der neue Jugendklubleiter in Arendsee, Rico Prohl. Der VfB ist Träger der Stelle des Klubleiters. Das Geld kommt vom Land und vom Kreis.

Arendsee. „Die Darstellung des Problems Jugendklub nach außen ist schädlich für die Stadt, aber auch für uns als Träger der Stelle des Jugendklubleiters“, so Thomas Koberstein, Chef des Vereins für berufliche Bildung (VfB).

Am Montagnutzte er die Möglichkeit, den neuen Jugendklubleiter Rico Pohl vor dem Sozialausschuss der Stadt vorzustellen. Das erfolgte unter „Anfragen und Anregungen“ – ein Tagesordnungspunkt war dafür nicht vorgesehen. Pikant: Der Vorsitzende des Ausschusses, Thomas Schlicke, ist Initiator eines Antrages der Fraktion der Linken, den Jugendklub zu schließen (wir berichteten) und die Sachkosten, in die Vereine zu stecken.

Der Antrag war zunächst kein Thema. Im Gegenteil: Schlicke begrüßte den neuen Jugendklubleiter, wünschte erfolgreiche Arbeit und kündigte gleichzeitig an, dass die Stadträte über die Zukunft des Klubs in Kürze entscheiden würden.

Den Grund für das nicht erfolgreiche Umsetzen des Konzeptes und das Ausbleiben von Jugendlichen sprach Koberstein konkret an. Die Räumlichkeiten seien in keinster Weise geeignet, Jugendarbeit zu organisieren. Die kommunale Wohnung an der Osterburger Straße sei zu klein, das Umfeld lasse keine Aktionen zu. Auch die unmittelbare Nachbarschaft einer Wohnung sei denkbar ungünstig. „Wir werden nach Alternativen suchen müssen, sollte dauerhaft ein Klub installiert werden“, so der VfB-Chef. Die Chancen stünden mit dem neuen Klubchef gut. „Die Diskussionen in der Presse erhärte den Verdacht, es handele sich bei dem Thema Jugendklub um einen Lagerkampf, und das alles entwickelt sich zu Provinzposse“, erklärte er.

Von Harry Güssefeld

Mehr dazu in der Altmark-Zeitung.

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