Niedriger Wasserstand bleibt Problem

Frischer Anstrich im Trockendock für „Queen Arendsee“

Das Fahrgastschiff „Queen Arendsee“ liegt derzeit im Trockendock und erhält einige Ausbesserungen.
+
Das Fahrgastschiff „Queen Arendsee“ liegt derzeit im Trockendock und erhält einige Ausbesserungen. An Tourismus ist noch immer nicht zu denken. Sorgen bereitet zudem der Zustand des Arendsees.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
    schließen

Das Wetter war sonnig, 18 Grad in der Luft, neun Grad im Wasser – aber die Tore zum Arendseer Strandbad sind auch am Dienstag für Besucher verschlossen gewesen. Ein Stück weiter, am Trockendock der „Queen Arendsee“, wird hingegen seit einiger Zeit gearbeitet.

Arendsee – Die Königliche muss an einigen Stellen repariert bzw. gewartet werden. Schweißarbeiten gehören dazu, ebenso der schwarze Anstrich am Rumpf. Auch die sogenannten Opferanoden, die das Schiff durch den Kontakt mit Wasser gegen Korrosion schützen sollen. Außerdem sollen die Bretter vom Schaufelrad abgeschliffen und neu gestrichen werden.

Obwohl es derzeit und vermutlich auch auf absehbare Zeit keine touristischen Fahrten mit der „Queen“ geben wird, hat Kapitän Ralf Porath genug zu tun. „Arbeit ist immer genug da“, meinte er am Dienstag vor Ort zur AZ. Am Antrieb seien ebenfalls Wartungsarbeiten fällig, hatte er die nächste Sache im Blick.

Schon das Herausholen des Fahrgastschiffes aus dem Wasser vor einigen Wochen war ein Drahtseilakt gewesen. Der Grund dafür ist der niedrige Wasserstand. Ist er zu gering, kann die Schienenvorrichtung nicht genutzt werden. Kapitän Porath hat bereits über eine Verlängerung der Anlage nachgedacht, aber da spiele der See nicht mit, erklärte er und zeigte auf ein Luftbild von der betroffenen Uferstelle. Ein paar Meter hinein in den See fällt der Grund nämlich plötzlich ab – Schienen ließen sich dort also nicht ohne Weiteres verlegen. Der „Queen“-Chef zeigte noch ein Video vom April 2018: Damals hatte der Arendsee in etwa seinen Normalstand, viel höher als aktuell. Ein paar Meter weiter, an der Anlegestelle, deutete er anhand der Steganlagen an, wo das Wasser eigentlich stehen müsste. Und meinte: Wer früher auf die „Queen“ wollte, der musste auf dem Steg bergauf gegen – mittlerweile ist das Land höher.

Das Schiff soll nach den Arbeiten im Trockendock schnell wieder ins Wasser. Das hatte auch schon Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH angekündigt. Was nicht verkehrt ist, bevor der Wasserstand womöglich wieder fällt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare