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Frauen töpfern unter Anleitung von Helga Geissler in Fleetmark

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Die Teilnehmer des Töpferkurses von Helga Geissler (Mitte)
Die Kursteilnehmer im Gespräch: Neben dem Töpfern gehörte das Austauschen untereinander zum Kurs dazu. © Freier Mitarbeiter

Ruhig und konzentriert töpferten die Teilnehmerinnen des Kreisvolkshochschulkurses „Pflanzgefäße wie in der Toskana“ in der Fleetmarker Werkstatt von Helga Geissler am Sonnabend. Es sei entspannend, so intensiv mit dem Ton zu arbeiten, und es solle bis Mittag etwas Schönes und Kreatives entstehen, berichteten die sieben Teilnehmerinnen.

Fleetmark – Doch natürlich war auch Zeit für Gespräche untereinander und gegenseitige Tipps bei der Gestaltung der Objekte. Unter Leitung der Künstlerin Helga Geissler entstanden vor allem individuelle Vogeltränken, Schalen, Töpfe und vieles mehr, bis hin zu lustigen Tierfiguren.

So gestaltete Angelika Stolle, die mit ihren beiden Enkelinnen Melissa und Miriam am Kurs teilnahm, aus niederbayrischem Grubenton eine Eule für ihre Fensterbank. Ihre Enkelinnen waren hingegen dabei, für ihre Vogeltränken und Schalen aus den Tonkugeln Vögel sowie kleine Figuren zu formen.

Bereits zum wiederholten Male nahm Heike Kabisch an dem Töpferkurs teil; sie hatte bereits einige Modelle von anderen Workshops mitgebracht und will diese wie auch die neu geformten Stücke gemeinsam mit Helga Geissler zu einem späteren Zeitpunkt noch glasieren. Alle anderen Tonarbeiten, die an diesem Tag gefertigt wurden, werden, wie Helga Geissler berichtete, in den nächsten 14 Tagen in der Werkstatt vorsichtig getrocknet und dann bei 110 Grad gebrannt.

Der Kurs war nach der Corona-Pause der erste, der von Helga Geissler in Fleetmark veranstaltet wurde. „Ich arbeite gern mit Ton und freue mich, dass sie diesen interessanten Kurs hier machen kann und uns zahlreiche Hinweise und Anregungen gibt“, meinte Teilnehmerin Christa Mühe, die Schalen mit filigranen kleinen Figuren aus dem Ton herstellte.

Die 85-jährige geborene Molitzerin Geissler, die lange Zeit in Bayern lebte, ist mit ihren Keramikwerken weit über die Grenzen der Altmark hinaus bekannt. Sie hat das Töpferhandwerk, wie sie sagte, in jungen Jahren während ihrer Arbeit in einem Mädchenheim kennen und lieben gelernt. 1960 / 61 schloss sie ihre Töpferausbildung mit dem Meisterbrief ab. Ihre Arbeiten, die ohne Töpferscheibe im organischen Töpfern nach der Gotthilf-Ackermann-Technik entstehen, sind erfolgreich in mehreren Kunstausstellungen gezeigt worden. Diese Technik mit den damit verbunden vielseitigen Möglichkeiten der Formgestaltung bringt sie den Teilnehmern in ihren Workshops in Fleetmark jeweils näher.

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