Forstamt Nordöstliche Altmark: Pflanzenschutzmittel erforderlich

Reviere Bretsch, Arendsee und Priemern: Nach dem Sprühen nicht in den Wald

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Ab Morgen wird geflogen: Dann nicht in den Wald.

Arendsee / Stendal – Das Forstamt Nordöstliche Altmark hat am Dienstag angekündigt, in Teilen der Reviere Bretsch, Arendsee und Priemern Pflanzenschutzmittel erforderlich.

„Bekämpft werden die Nonne und die Forleule, die als Kieferngroßschädlinge bekannt sind“, so Katja Döge vom Betreuungsforstamt Nordöstliche Altmark.

Die Genehmigung für die Befliegung wurde gestern erteilt, heißt es. Die Fläche, die behandelt wird, umfasst 408 Hektar; davon 102 Hektar im Landkreis Stendal in den Gemarkungen Kossebau und Heiligenfelde. Sowie 306 Hektar in den Gemarkungen Neulingen, Genzien, Thielbeer. Als Termin des Fluges wurde der morgige Donnerstag, 23. Mai, angegeben. Parallel dazu erfolgt die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nach Biozidrecht, der aufgrund des späten Austriebs der Eichen im Bereich Kossebau, Heiligenfelde, Gagel, Lückstedt und Dewitz zurückgestellt wurde, hieß es gestern aus dem Betreuungsforst am Arendseer Lindenpark.

„Eine wichtige Info für die Bevölkerung: Das Waldgebiet ist 48 Stunden nach dem Sprühen gesperrt. Das heißt, es gibt ein Betretungsverbot“, so Katja Döge. In einem Zeitraum von drei Wochen nach der Anwendung dürfen keine Pilze, Früchte oder Kräuter aus dem betreffenden Gebiet verzehrt werden. Zur Erläuterung hieß es gestern weiter, dass Pflanzenschutzmittel in der Forstwirtschaft nur eingesetzt werden dürfen, wenn der Wald existenziell gefährdet ist.

„Seit 1990 war im Forstamt Nordöstliche Altmark bisher nur im Jahr 2012 ein Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Kiefer erforderlich“, erläuterte die Forstfachfrau das Vorhaben. gü

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