Neuer Wirtschaftszweig soll in Arendsee entstehen / Unterkünfte und Studios

Förderverein will eine ganzjährige Filmstadt

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Zu den Jugendfilmcamps mit wöchentlichen Durchgängen gehört auch das Einweisen in moderne Technik. Besonders gelungene Filme werden bei einem jährlichen Festival gezeigt. Die speziellen Angebote gilt es auszuweiten. Eine Zusammenarbeit mit dem Integrationsdorf konnte angeschoben werden. Davon profitieren beispielsweise Menschen mit Handicaps.

Arendsee. Der Begriff Filmstadt wird mit Blick auf die Weiterentwicklung des bereits bestehenden Jugendfilmcamps, das von Norman Schenk initiiert und vorangetrieben wird, immer wieder genannt. Die Altmark-Zeitung ging der Frage nach, was dies konkret bedeutet.

Uwe Walter, Vorsitzender eines Fördervereins, der das Vorhaben unterstützt, kündigte grundsätzliche Offenheit an. Die Einheimischen sollen regelmäßig erfahren, was aktuell passiert und geplant ist. Der Verein fungiert als Sprachrohr und will eine Zusammenarbeit zwischen der Region und den Filmschaffenden koordinieren. Ein konkretes Ziel sei, das Sommer-Filmcamp zeitlich zu erweiterten und daraus ein ganzjähriges Angebot zu machen. Uwe Walter sieht darin steigendes wirtschaftliches Potenzial. Denn die Teilnehmer kommen in den Luftkurort und werden dort versorgt. Zudem sollen Altmärker Arbeitsplätze bekommen. „Außerdem ist es Werbung für Arendsee, die Stadt wird bekannter“, unterstreicht der Fördervereinschef.

In nächster Zeit gilt es, weitere bauliche Voraussetzungen zu schaffen. Studios für die Filmarbeit gehören dazu. Auch das Thema winterfeste Unterkünfte spielt eine Rolle. Dafür mussten seitens der Stadt baurechtliche Grundlagen gelegt werden. Uwe Walter informierte über die Entscheidungen der Verantwortlichen. Es läuft auf einen Erbbaupachtvertrag für das Grundstück an der Lindenstraße (einstiges Ferien-Sommerlager) hinaus. Damit kann ein bauhabenbezogener Bebauungsplan, der öffentlich zu behandeln ist, auf den Weg gebracht werden. Es gilt, Pläne zu Papier zu bringen.

Die ehrenamtlichen Förderer wirken nicht nur auf baulicher Ebene mit. Sie haben zudem den Winter über eine Internetseite gestaltet, die im Laufe des Aprils freigeschalten wird. Diese soll neben der bestehenden Filmcampseite laufen. Zudem organisieren die Förderer das Festival am 9. September mit. Dann sollen die besten Streifen aus dem Sommer 2018 gezeigt werden. Ob es dabei als Dankeschön an die Arendseer wieder freien Eintritt gibt, ist noch offen. Die Mitglieder, derzeit sind es deutschlandweit 30, sollen über Newsletter regelmäßig informiert werden. Der Verein will ein System entwickeln, mit dem auch darüber hinaus Entwicklungsdetails der geplanten Filmstadt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Mut machen die derzeitigen Anmeldungen für das Jugendfilmcamp 2018, das Ende Juni beginnt und in Form von mehreren Durchgängen bis Ende August fortgesetzt wird. 380 Jugendliche haben ihr festes Interesse bekundet. Da diese oft von ihren Eltern oder Verwandten gebracht bzw. abgeholt werden, könnte der Bekanntheitsgrad von Arendsee gleich mehrfach potenziert werden. „Wenn es den Gästen hier gefällt, kommen sie auch wieder. Und das ist gut für den Luftkurort“, unterstrich Uwe Walter abschließend.

Von Christian Ziems

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