Ein Platz bleibt künftig leer

Fleetmarker Rat nun – unfreiwillig – kleiner

Der Bahnübergang in Fleetmark
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Blick nach Fleetmark: Der Ortschaftsrat hat sich unfreiwillig verkleinert.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Ein kurzes Heben der Hände, dann hatte der Fleetmarker Ortschaftsrat am Mittwochabend im Eiscafé Holz das Ausscheiden seines nun ehemaligen Mitglieds, Angelika Muhabbek, aktenkundig zur Kenntnis genommen.

Fleetmark / Arendsee – Ein klein wenig Missstimmung schwang dennoch mit – die ehemalige Ortschefin hatte sich nach AZ-Informationen zuvor nicht persönlich von den verbliebenen Ratsmitgliedern um ihren Nachfolger Jörg Kratz verabschiedet. Auch dem Treffen am Mittwoch blieb sie fern, wie zuvor schon den anderen Zusammenkünften des Fleetmarker Rates in diesem Jahr.

Aber im Ort wollen sie vorwärts schauen, nun zu viert statt zu fünft. Das mache letztlich keinen Unterschied, versicherte der Ortsbürgermeister der AZ vor Sitzungsbeginn. Tat es dann aber doch, weil er und Ratsherr Björn Hartmann erst einmal ziemlich lange allein am Tisch saßen und nichts beschließen konnten. (Der notwendige dritte Mann kam erst später dazu.) Mit einem verkleinerten Rat steigt diese Gefahr natürlich an.

Wo jemand geht, da müsse doch eigentlich jemand nachrücken, wird sich nun mancher fragen. Nicht in Fleetmark. Der Platz von Angelika Muhabbek wird leer bleiben.

Das liegt an der Aufstellung zur Kommunalwahl 2019. Anstatt auf eine gemeinsame Liste zu gehen, machten vier von sieben Fleetmarker Kandidaten ihr eigenes Ding und bewarben sich als Einzelbewerber bzw. über eine Partei. Lediglich drei Personen probierten es über eine Liste.

Die Konsequenzen sind nun zu sehen. Im Arendseer Rathaus wurde dies zur Kenntnis genommen. Die Beschlussfähigkeit sei weiterhin gegeben, meinte Bürgermeister Norman Klebe.

Andere Ortsteile haben es anders gemacht. Ein jüngstes Beispiel ist Ziemendorf. Durch den Verlust von Michael Meyer rückte Doris Riebau nach – alle Bewerber standen auf einer gemeinsamen Liste.

Auch der Stadtrat von Arendsee selbst muss herhalten. Seit zwei Jahren ist ein Mandat unbesetzt. Denn die AfD holte Stimmen für zwei Plätze, bot aber nur Vilja Hanke auf. Seitdem steht die Arendseerin als Einzelkämpferin da, kann keine Fraktion bilden und ist deswegen in keinem Ausschuss Mitglied. Schwer vorstellbar, dass das bei der nächsten Wahl noch einmal so kommt.

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