Stadtrat Carsten Holtz fordert Schallschutz an der Bahnlinie Stendal-Salzwedel

Fleetmarker befürchten schlaflose Nächte

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Der Bahnhof in Fleetmark. Die bereits besprühte Scheibe des Wartehäuschens ist teilweise wieder freigekratzt worden und so bietet sich ein Blick auf die Bahnanlagen. Bis zu 250 Züge sollen bald täglich in beide Richtungen fahren.

Fleetmark. In Pretzier gibt es bereits seit Monaten eine Gruppe, die sich gegen den Ausbau der Bahnlinie Stendal-Salzwedel wendet. In Fleetmark war bislang Ruhe, bis Donnerstag.

Der Fleetmarker Carsten Holtz fragte als Stadtrat während der Ausschusssitzung für Sicherheit und Ordnung nach, inwieweit auch Schallschutzmaßnahmen für den Bereich Fleetmark geplant sind: Hintergrund: Nach dem geplanten Ausbau der Strecke mit durchgehend zwei Gleisen sollen bis zu 250 Züge den Ort Fleetmark passieren. „Wir müssen so einen Schallschutz, wie er im Westen zwischen Schnega und Uelzen an bestimmten Stellen errichtet wurde, auch für uns fordern“, so Holtz. Er wolle verhindern, dass „wir im Osten wieder in die Röhre gucken, während im Westen an die Anwohner gedacht wird“, so der Stadtrat. Denn: Die Bahn tangiert Fleetmark nicht nur, sondern sie durchschneidet den Ort. Und das bereits mit zwei Gleisen.

Ordnungsamtsleiter Andreas Koch nahm die Anregung zur Kenntnis, erklärte aber im Ergebnis der Ausschusssitzung, dass das Thema im Bauausschuss behandelt werden müsse. „Wir müssen offiziell bei der Bahn diese Forderungen aufmachen, und zuvor sollen die Anwohner gehört werden“, erklärte Koch. Er gehe aber davon aus, dass die Anfrage des Stadtrates kein Problem eines Einzelnen sei, sondern ein generelles.

Geplant ist, dass der derzeit bestehende rund dreizehn Kilometer lange zweigleisige Begegnungs- und Überholungsabschnitt zwischen Brunau-Packebusch und Rademin in östlicher und westlicher Richtung verlängert wird. Das betrifft die Streckenabschnitte zwischen Hohenwulsch und Brunau-Packebusch sowie zwischen Rademin und Salzwedel. Für beide Streckenabschnitte werden insgesamt etwa 21 Kilometer an Strecke mit einem zweiten Gleis erweitert. Begründet wird der Ausbau mit der Erhöhung der Kapazität für den Güterverkehr sowie mit einem verbesserten Ablauf für den Regionalverkehr.

Von Harry Güssefeld

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