Fachmann gibt Entwarnung

Fernsehkunden in der Region sind beunruhigt: Bleibt Bildschirm bald schwarz?

Malte Keller im Fernsehfachgeschäft in Arendsee präsentiert eine ganz normale Sat-Schüssel. Wer damit aktuell Fernsehen empfängt, kann es auch weiterhin tun, hieß es.
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Malte Keller im Fernsehfachgeschäft in Arendsee präsentiert eine ganz normale Sat-Schüssel. Wer damit aktuell Fernsehen empfängt, kann es auch weiterhin tun, hieß es.

Arendsee. Es sind nicht nur viele ältere Leute beunruhigt: Angesichts der Meldungen in den Medien, dass am 29. März 2017 in einigen Regionen von DBV-T auf DVB-T2 HD umgestellt werden soll, mehren sich die Nachfragen in den Fernsehfachgeschäften.

„Auch zu uns kommen sie und fragen, ob sie nach dem 29. März 2017 noch fernsehen können“, berichtet Marko Schmitz. Der Fachmann schmunzelt, kann aber die Leute verstehen. „Viele glauben, dass dann der Bildschirm schwarz wird. Und enorme Kosten anfallen, um die geliebte Glotze wieder in Gang zu bringen“, so Marko Schmitz. Und weiter: „Also ganz klar. Alle, die bislang fernsehen können und das über Sat-Schüssel tun, können das auch nach dem 29. März weiter tun“, beruhigte gestern der Arendseer. Es fallen weder Kosten für Hardware, also neue Fernseher oder ein neues LNB, noch Kosten für das weitere Empfangen der sogenannten privaten Sender an.

„Ganz einfach gesagt: Wer in der Altmark seine Programme über Sat-Antenne empfängt, ist der Sache schon weit voraus“, so Schmitz. Man könne sagen, dass die Leute damit auf einem modernen Stand sind. Erst vor wenigen Jahren waren neue LNB fällig, die Umstellungen liefen reibungslos. Und so könne, erklärte Schmitz, auch jeder die Tagesschau in der ARD oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bei RTL in Zukunft weiter sehen.

Mit einer Einschränkung. Wer auf einem Gelände lebt, auf dem das Anbringen der Sat-Antennen nicht möglich ist, so in Bungalowgebieten, wird sich ab Mitte 2019 mit neuem Fernseher oder Receiver ausstatten müssen. Rat geben die Fachgeschäfte, so Marko Schmitz. Also keine Panik, sondern das Gespräch suchen.

Von Harry Güssefeld

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