Ortswehrleiter Volker Prange musste an seinem 50. zum Brand ausrücken und ein Auto zerlegen

Vor der Feier noch zwei Einsätze

+
Volker Prange (mit Schere) hatte wohl viele Gäste erwartet, aber dass er noch einen Kleinwagen zerlegen sollte, das überraschte ihn schon. Das war am Abend – am Morgen musste er mit seinen Kameradinnen und Kameraden schon zu einem Ernstfall nach Arendsee ausrücken. Es war viel los an seinem 50. Geburtstag.

Kläden. Volker Prange aus Kläden wollte sich am Montag auf seinen Geburtstag vorbereiten. 50 Jahre – ein halbes Jahrhundert. Für den Ortswehrleiter ein Grund, auch über die fünf Jahrzehnte einmal nachzudenken. Doch dazu kam er erst einmal nicht: 

Am Morgen gegen 6.45 Uhr rückte er mit seinen Leuten zum Brand an die Seehäuser Straße in Arendsee aus. Als er wieder zu Hause war, galt es, den Partyraum zu schmücken. Denn Leute wollten kommen. 

Unter dem Blick zahlreicher Gäste machte sich das Geburtstagskind daran, die Motorhaube des Kleinwagens zu öffnen.

Und die kamen auch: Mit zwei Fahrzeugen und rund 20 Mann rückten Klädens und Arendsees Ortswehren bei Pranges an. Sie sperrten kurzerhand einen Teil der B190. Und die Überraschung: Vor dem Haus des Ortswehrleiters war zwischenzeitlich ein kleiner Daihatsu geparkt worden, den es galt, zu zerschneiden. Arendsees Wehr packte Schere und Spreizer aus, und so musste sich Volker Prange beweisen. Beim Öffnen der Türen kamen Hinweisschilder zum Vorschein – die ihm den Weg zu seinem Geschenk wiesen. Der letzte Hinweis dann: „Das Geschenk wird Dir persönlich übergeben. “ So gab es von allen einen Präsentkorb, den Annett Schünke übergab.

Das Geburtstagskind zeigte sich angesichts des großen Aufwandes beeindruckt – und lud alle zu einem Umtrunk ein. Ins Warme, denn die Kälte zog schon bei vielen durch die Jacken und Hosen.

Was er sich wünsche, wollte die Altmark-Zeitung wissen. Gesundheit, so der Klädener. Für sich, seine Freundin Doreen und seine Mutter und alle, die ihm wichtig sind. Und dass es immer genügend Menschen gibt, die im Ernstfall ausrücken – weil es damit nicht immer gut aussehe.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare