Landesbetrieb reagiert auf niedrigen Seewasserspiegel

„Es ist ein Fehler aufgetreten“

Hans-Jörg Steingraf und Bürgermeister Norman Klebe besuchten gestern die Stauanlage in Zießau. Foto: Güssefeld

Arendsee / Zießau. Ortstermin gestern Vormittag am Stauwehr des Arendsees in Zießau: Arendsees Bürgermeister Norman Klebe und der Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) verschafften sich Kenntnis über den derzeitigen Wasserspiegel im See.

Die Überraschung: Statt einem für den 1. Oktober geforderten Pegel von 45 Zentimeter weist der See nur einen Pegel von 38 Zentimetern aus. „Die Zahlen sind uns als wasserrechtliche Genehmigung vom Kreisumweltamt vorgegeben“, so Hans-Jörg Steingraf gegenüber der AZ. Warum trotz Sichtkontrolle und automatischer Datenübertragung der Fehler nicht bemerkt wurde, konnte Steingraf gestern vor Ort nicht sagen. „Wir werden das in unserem Hause prüfen. Und dann handeln. “ Heißt: Den See am Wehr anstauen. Und auf Regen warten.

Zwischenzeitlich hatte das Kreisumweltamt von einem 20 Zentimeter zu niedrigem Wasserstand gesprochen, jeden Handlungsbedarf aber abgewiesen (wir berichteten). Und sich so den Unmut der Segler, Fischer und weiterer Seenutzer zugezogen. Mit dem Fehlereingeständnis vom LHW dürfte das wie Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein. In Kürze soll es eine offizielle Mitteilung des LHW geben, kündigte Steingraf noch gestern an. Vor Ort wollte er gegenüber bestimmten Personen keine Schuld zuweisen. Auch die automatische Pegelanlage werde überprüft.

Von Harry Güssefeld

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