Wassertemperaturen im Strandbad Arendsee näherten sich der 30-Grad-Marke

Fast wie in der Badewanne

Diese Kinder aus Magdeburg, die sich derzeit im KiEZ Arendsee erholen, vergnügten sich auf der Sprungplattform. Für sie heißt Arendsee in diesen Tagen vor allem baden – im gleichnamigen See.

Arendsee. Es war gestern nicht mal 10 Uhr und die Wassertemperatur betrug 26 Grad. „Vielleicht erreichen wir heute Nachmittag 30 Grad“, so Schwimmmeister Danny Weber.

Doch eigentlich wünscht er sich das nicht, denn die hohen Wassertemperaturen können auch schnell wieder Algen hervorbringen. Das will niemand. Der Jahrhundertsommer verschafft der GmbH Einnahmen, die so nicht geplant werden konnten.

Unangemeldet erscheint gestern auch eine Mitarbeiterin des Kreis-Gesundheitsamtes. Sie nimmt Wasserproben und misst die Sichttiefe. „Mehr als zwei Meter“, antwortet sie kurz und betont auf die Frage der AZ, ob alles im normalen Bereich liege. Die Wasserqualität, so ergänzt Danny Weber, sei ausgezeichnet. Er sehe der Kontrolle des Gesundheitsamtes relativ gelassen entgegen.

Das Bad füllt sich, die Frau an der Kasse I begrüßt die Urlauber aus Sachsen, Thüringen und auch Niedersachsen im Bad, das an seine Grenzen gelangt. Viele Arendseer kommen erst am Nachmittag, nach der Arbeit. Im Schwimmerbecken paddeln vereinzelt Kinder, um das Schwimmen zu erlernen. Denn am Arendsee müsse man schwimmen können, heißt es.

Bei 26 Grad gestern Vormittag gegen 10 Uhr ist auch ein längerer Aufenthalt im Wasser kein Problem. Diese beiden Frauen nutzten die Zeit zu einem Ausflug auf der Luftmatratze.

Die Hitze der vergangenen Wochen habe bislang nicht zu medizinischen Problemen im Strandbad geführt. „Es gab bislang keine Hitzegeschädigten, von denen wir Kenntnis hätten“, so der Schwimmmeister. Auch Badeunfälle – Fehlanzeige. „Von hier aus mal ein Dank an die Badegäste, die sich entsprechend der Badeordnung verhalten“, so Danny Weber. Das Springen von den Stegen ist verboten, aber inzwischen auch mehr als lebensgefährlich. Denn durch die Hitze hat der See rund 30 Zentimeter verloren. Gut sichtbar an den Dalben der Seetribüne.

Gestern war der heißeste Tag des Sommers. Durchatmen heißt es in der GmbH dann aber noch nicht. Denn bis kommende Woche sind noch Ferien. Eine Nachfrage gestern Nachmittag im Bad ergab: Das Wasser erreichte die 30-Grad-Marke nicht.

Von Harry Güssefeld

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